Mit Indexing über dem Durchschnitt der Anleger landen

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Bedeutet Indexing, sich mit dem Marktdurchschnitt zufrieden zu geben? Haben nicht aktiv gemanagte Fonds das Ziel, ihren jeweiligen Referenzindex und damit den Markt zu schlagen? Und welches Konzept ist letztlich erfolgreicher?

Das Ziel aktiv gemanagter Fonds

Aktiv gemanagte Fonds – also Fonds mit einem Fondsmanager – haben stets das Ziel, ihren Markt nach Kosten, Steuern und Risiko zu schlagen.

Und weil sie ein Fondsmanagement haben, sind sie auch deutlich teurer als börsengehandelte Indexfonds (ETFs), die ohne Fondsmanagement passiv einen Börsenindex nachbilden.

Wenn aktive Fonds es also nicht schaffen, ihren Referenzindex, ihre Benchmark zu schlagen, dann ist das Fondsmanagement sein Geld nicht wert.

Diese beiden Konzepte

  • aktiv gemanagte Fonds einerseits und
  • passive Indexfonds andererseits

konkurrieren also miteinander.

Was man unter Indexing versteht

Indexing zu betreiben bedeutet, sein Geld in börsengehandelte Indexfonds zu investieren, die im angelsächsischen Exchange Traded Funds (ETFs) heißen.

Diese Indexfonds bilden einen bestimmten Börsenindex nach und vollziehen dessen Entwicklung im Zeitablauf mit.

Ihr Ziel:

So abzuschneiden wie der Index, den sie nachbilden.

Da auch sie Kosten haben – regelmäßig anfallende Verwaltungskosten, im Fachjargon Total Expense Ratio (TER) – schneiden sie um diese Kosten schlechter ab als der jeweils zugrundeliegende Index.

Doch diese Kosten betragen im Durchschnitt nur 0,37 Prozent des Fondsvolumens p. a., während aktiv gemanagte Fonds Verwaltungskosten zwischen 1,5 und 2 Prozent p. a. haben, meist einen Ausgabeaufschlag kosten und darüber hinaus oft noch eine Erfolgsbeteiligung verlangen.

Anleger, die Indexing betreiben, investieren darüber hinaus oft sehr langfristig in ETFs – praktizieren also Buy-and-hold, einem der Erfolgsrezepte von Warren Buffet. Dieser ist derzeit der erfolgreichste Privatanleger weltweit.

Sie praktizieren keine aktiven Anlagestrategien wie beispielsweise Stock-Picking und Market-Timing und drehen ihr Depot auch nicht mehrmals im Jahr mit der Absicht, immer der neuesten „Investmentmode“ hinterherzujagen.

Sondern sie praktizieren Buy-and-hold. Einmal kaufen und sehr lange halten.

Welche Anlagestrategie ist nun erfolgreicher?

Indexing

Wie sieht die Realität in Bezug auf diese unterschiedlichen Anlagekonzepte aus?

Gelingt es aktiv gemanagten Fonds dauerhaft, ihren jeweiligen Referenzindex zu schlagen?

Nein, über 80 Prozent der aktiven Fonds schlagen ihren Markt nach Abzug von Kosten und Steuern nicht dauerhaft, sondern schneiden schlechter ab als ihre selbst gewählte Benchmark (Vergleichsmaßstab).

Zwar erreichen immer wieder einzelne Fonds dieses Ziel, aber meist nur für ein oder zwei Jahre und eben nicht dauerhaft.

Dabei ist für Anleger leider nicht im Vorfeld erkennbar, welcher Fonds in welchem Jahr seinen Markt outperformen wird.

Deshalb ist Indexing die bessere Strategie.

Der ETF-Investor sucht sich einen Börsenidex aus, wählt einen dazu passenden Indexfonds und hat die Marktrendite abzüglich der relativ geringen Verwaltungskosten sicher.

Ohne Stress, ohne Aufregung und vor allem ohne mehrmaliges Drehen des Depots, das ja bekanntlich die Taschen des Bankers füllt, aber Ihre Taschen leider leert.

Sich von vornherein mit der Marktrendite zufrieden zu geben und nicht zu versuchen, den Markt zu übertreffen, ist also in den meisten Fällen die Gewinnerstrategie.

Fazit

Mit Indexing auf den Durchschnitt des Marktes zu zielen ist daher die beste Strategie, um letztlich über dem Durchschnitt aller Anleger zu landen! (Gerd Kommer)

Dazu sagte Tyler Mathisen, ein Finanzjournalist und Buchautor:

„Es ist das Paradox von Kapitalanlagen in Indexfonds: Auf den Durchschnitt zu zielen ist die beste Möglichkeit, über dem Durchschnitt zu enden.“

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