Riester-Rente: Wie Sie mit ETFs riestern können

Lesedauer 3 Minuten

Mit ETFs riestern: Der Abschluss eines Riester-Vertrages lohnt sich, weil es erstens eine staatliche Förderung gibt und zweitens Steuervorteile winken. Jetzt gibt es noch einen dritten Grund: Sie können auch mit ETFs riestern und dabei Kosten sparen.

Die Riester-Rente ist ein Baustein der privaten Altersvorsorge und wird mit staatlichen Zulagen gefördert.

Dabei werden Erwachsene mit bis zu 175 Euro jährlich gefördert (ab 2018) und Kinder mit bis zu 300 Euro (Kinder vor 2008 geboren mit 185 Euro und Kinder ab dem 1. Januar 2008 geboren mit 300 Euro).

Weiterhin ist bei der Steuererklärung ein Sonderausgabenabzug bis zu 2.100 EUR der Einzahlungen möglich.

Der wird interessant ab einem Jahreseinkommen von etwa 40.000 Euro.

Um die ungekürzte Zulage zu erhalten, müssen Arbeitnehmer 4 Prozent ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahres in ihren Riester-Vertrag einzahlen.

Dabei gilt – wie bereits erwähnt – eine steuerliche Höchstgrenze von 2.100 Euro.

Mit ETFs riestern und dabei Steuern sparen

Allerdings wird der Steuervorteil um die Höhe der erhaltenen Zulagen gemindert.

Riestern lohnt sich besonders für Familien mit mehreren Kindern, wobei der Steuervorteil dann häufig durch die Zulagen reduziert wird.

Alleinstehende profitieren eher von dem Steuervorteil.

Im Ruhestand erhalten Sie dann eine lebenslange Rentenzahlung, wobei Sie die Einküfte aus der Riester-Rente im Alter versteuern müssen (nachgelagerte Versteuerung).

Dabei darf vereinfacht gesagt jeder Arbeitnehmer riestern, der in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt und alle Beamten.

Wer nicht erwerbstätig ist, kann möglicherweise über den Ehepartner mitriestern.

Es gibt verschiedene Riester-Verträge

Diese unterschiedlichen Riester-Sparvertragsformen kamen bisher für den Aufbau einer Riester-Rente infrage:

  • private Riester-Rentenversicherung
  • Riester-Banksparplan
  • Riester-Fondssparplan
  • Riester-Bausparvertrag
  • Wohn-Riester (Riester-Darlehen).

Diese verschiedenen Riester-Sparvertragsformen sollen hier nicht im Einzelnen besprochen werden.

Das ist bereits an anderer Stelle ausführlich geschehen.

Wichtig ist mir, darauf hinzuweisen, dass viele dieser Riester-Sparformen – vor allem Versicherungsverträge – sehr teuer sind und sich oft nur dann lohnen, wenn man sehr alt wird.

Doch jetzt gibt es am Markt ein neues Angebot:

Für Riester-Sparer, die auf Fondsbasis riestern wollen, gibt es mit dem „Sutor Fairriester“ neuerdings ein Angebot auf Basis von ETFs.

Damit können Sie jetzt mit ETFs riestern.

Mit ETFs riestern

Fairriester ist ein vom Staat geförderter Fondssparplan mit einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren.

Er wurde von dem Start-up fairr.de konzipiert und wird von der Hamburgischen Sutor Bank verwaltet.

Er enthält überwiegend ETFs.

In Abhängigkeit von der Restlaufzeit kommen 23 verschiedene Fondsportfolios zum Einsatz.

Dabei beträgt der maximale Aktienanteil bis zu 83 Prozent.

Doch wird dieser – in Abhängigkeit von der Restlaufzeit – im Laufe der Jahre zurückgefahren.

Dieser Fondsparplan gehört zu den preiswertesten Möglichkeiten, die Riester-Förderung beim Fondssparen zu nutzen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Verträgen wird die Rendite in der Ansparphase langfristig lediglich um etwa 1 Prozentpunkt jährlich vermindert.

Insbesondere im Vergleich zu fondsgebundenen Riester-Versicherungsprodukten sind die Kosten deutlich geringer.

Hier können Sie sich ein Riester Angebot berechnen lassen!

Der Fairriester-Fondssparplan eignet sich besonders für junge Leute, die langfristig eine private Altersvorsorge aufbauen wollen.

Mit ETFs riestern

Fazit

Mit fairr.de gibt es jetzt eine Möglichkeit, riestern mit einem Sparplan auf Basis von Exchange Traded Funds (ETFs) zu verbinden.

Aufgrund seiner im Vergleich zu anderen Riester-Sparverträgen geringen Kosten ist der Fondssparplan sehr attraktiv.

Gerade im derzeitigen Zinsumfeld verspricht er eine bessere Performance als viele andere Riester-Produkte, wie zum Beispiel Banksparpläne oder private Rentenversicherungen.

Mit ETFs riestern lohnt sich von allen Vertragsformen noch am meisten.

 

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5 Gedanken zu „Riester-Rente: Wie Sie mit ETFs riestern können“

  1. Kommentar von Bastian:

    „Dabei werden aktuell mal eben 20% Einmalkosten vom Gesamtvermögen abgezogen“

    Kann mir das jemand erläutern?

    Danke

    Antworten
  2. Hallo,

    Riesterverträge sind die totale Verarsche am Volk (meine Meinung).
    Auch der von Fairr.de. Habe mich ausgiebig damit beschäftigt.
    Selbst wenn die dort angepriesenen Renditen erreicht werden sollten,
    so wird beim Eintritt in die Rente das gesamte Riestervermögen in eine Rentenversicherung umgewandelt.
    Dabei werden aktuell mal eben 20% Einmalkosten vom Gesamtvermögen abgezogen.
    Aus dem Rest wird dann die Rente (auf die man Steuern zahlen muss) errechnet.
    Es wird angenommen, dass es später bei mindestens 40% Einmalkosten landen wird (eher noch mehr).
    Hab alles mehrfach durchgerechnet und selbst mit staatlicher Förderung lohnt sich das nicht mal,
    wenn man den Steuervorteil (von dem ja auch noch die Förderung abgezogen wird) als Sonderzahlung noch zum Riestervertrag einzahlt.

    Selber ETFs sparen macht fett.
    Riestern in jeder verfügbaren Form ist untragbar (auch Wohnriestern).
    Ich habe alle Riesterverträge bereits aus Eis gelegt.

    Liebe Grüße,
    Bastian

    Antworten
  3. Fairriester klingt sehr interessant, das werde ich mir mal genauer anschauen. Die anderen Riester-Verträge finde ich nämlich nicht so attraktiv. Danke für den Tipp.

    Antworten

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