Warum du dich mehr mit deinem Geld befassen solltest

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Zwei Drittel der Millennials befassen sich nicht oder kaum mit dem Thema Geld. Aber das ist ein Fehler. Wer dagegen aktiv am Aktienmarkt investiert, kann langfristig schöne Renditen erzielen.

Das Problem

mit deinem Geld befassen

Viele Deutsche vernachlässigen durch die Bank einen vernünftigen Vermögensaufbau.

Vor allem, weil sie es nicht besser wissen.

Know how über das Thema Finanzen ist vielerorts einfach zu wenig vorhanden.

Das liegt auch daran, dass dieses Wissen weder an Schulen noch Universitäten vermittelt wird.

Dabei stellt sich trefflich die jüngst in der „Zeit“ diskutierte Frage, was wichtiger ist:

Eine Gedichtinterpretation in drei Fremdsprachen zu beherrschen oder elementares Know how über die eigenen Finanzen?

Dabei würde ein Schulfach „Private Finanzen“ in der 10. Klasse zum Beispiel sicher nicht schaden.

So aber ist die Altersversorgung bei vielen kaum gesichert.

Und insgesamt ist Deutschland eher ein Schwellenland, was Anlagestrategie betrifft.

Dabei solltest du dich mehr mit deinem Geld befassen.

Ursache: Eine Aktienkultur ist kaum vorhanden

Aktien sind nun einmal langfristig die erfolgreichste Geldanlage.

Zumindest galt das für die letzten 100 Jahre.

Doch nur 8,5 Mio. Menschen in Deutschland halten heute Aktien oder Aktienfonds im Depot.

Das sind nur 13 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

Vor 14 Jahren waren es noch 50 Prozent mehr.

Es gibt also diesbezüglich keinen Fortschritt, dafür aber einen massiven Rückschritt.

Nur ca. ein Drittel der Millennials befasst sich nach einer Umfrage aktiv mit dem Thema Geldanlage.

Zwei Drittel schieben das Thema eher vor sich her.

Viele von Ihnen informieren sich unter anderem im Internet.

Aktien lohnen sich jedoch langfristig

Wer 1988 in den Deutschen Aktienindex (Dax) investierte, als dieser Index zum ersten mal notiert wurde, kommt heute nach 28 Jahren auf einen durchschnittlichen Jahresgewinn von ca. 8,5 Prozent.

Das ist über einen so langen Zeitraum eine sehr ordentliche Rendite.

Aus 1.000 EUR – die damalige DM in EUR umgerechnet – wurden bis heute fast 10.000 Euro.

Also das Zehnfache.

Dabei sind die mitunter dramatischen Schwankungen von über 70 Prozent innerhalb von drei Jahren in der Dotcom-Krise von 2000 bis 2003 in der Statistik berücksichtigt.

Wer also den Aktienmarkt als langfristige Anlage begreift, kommt trotz gelegentlicher Verluste auf Gewinne, die das Sparbuch oder Tagesgeldkonto nicht erreicht.

Vor allem aktuell nicht.

In der derzeitigen Niedrigzinsphase.

Fazit: Du solltest dich mehr mit deinem Geld befassen

Deutschland ist zwar, was die Aktienkultur angeht, unterentwickelt.

Aber das muss nicht so bleiben.

In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase sind Investments in Aktien bzw. besser Aktien-ETFs fast allein erfolgversprechend.

Sein Glück am bereits mancherorts stark überhitzten Immobilienmarkt zu suchen – zumindest in Großstädten – halte ich für wesentlich risikoreicher.

Vor allem Millennials sollten sich auf ihre Verantwortung für ihre Rente besinnen und beginnen, mit flexiblen und kostengünstigen ETF-Sparplänen Vermögen zu bilden.

Deshalb gilt: Dass du dich mehr mit deinem Geld befassen solltest.

Zwar wird es wohl bald eine Rentenreform geben – schließlich ist Rente ein Wahlkampfthema – aber diese wird die Generation Y nicht von ihrer gesellschaftlichen Pflicht befreien  – für sich selbst vorzusorgen.

Schließlich tragen ETF-Sparpläne auch befristeten und unsicheren Jobs Rechnung und machen es deshalb möglich, bereits frühzeitig mit dem Vermögensbildungsprozess zu beginnen.

So kann der Zinseszinseffekt auf lange Sicht seine mächtige Wirkung voll entfalten.

 

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