Finanzplanung: Ein Unternehmen, dass seine Finanzen nicht plant? Unvorstellbar! Ein Staat, der seinen Haushalt nicht unter Kontrolle hat? Unverantwortlich! Eine Privatperson, die keinen langfristigen Finanzplan hat? Der Normalfall!
Aber warum eigentlich?

Die meisten Menschen machen sich kaum Gedanken um ihre Finanzen.
Ob ein neues Auto gekauft oder für die Rente gespart wird, hängt oft nur davon ab, wie viel Geld gerade im Geldbeutel ist.
Dieser unkontrollierte Umgang mit den eigenen Finanzen endet leider früher oder später fast immer in Geldsorgen.
Das mindert nicht nur die Lebensqualität, sondern kann auch zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen führen.
Neueste Studien zeigen, dass sich Geldsorgen sogar schädlich für das Gehirn auswirken können.
Der Gedanke, sich bewusst mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, wirkt für die meisten abschreckend.
Klar, eine langfristige Finanzplanung hört sich erst mal schwierig und kompliziert an.
Dabei muss man weder ein Mathematiker noch ein Finanzberater sein, um seine Finanzen zu beherrschen.
Mit ein wenig Zeitaufwand und einem Taschenrechner kann wirklich jeder seine persönliche Finanzplanung erstellen.
Ob du gerade erst ins Berufsleben eintrittst, oder bereits 20 Arbeitsjahre hinter dir hast:
Der beste Zeitpunkt, mit der Finanzplanung anzufangen, ist immer jetzt.
Es spielt auch keine Rolle, wieviel Geld du verdienst.
Ob Minijobber oder Multimillionär:
Ein Finanzplan ist immer sinnvoll.
Klar ist aber auch:
Je niedriger das Einkommen ist, desto mehr profitiert man von einer guten Finanzplanung.
Gerade bei größeren Anschaffungen, wie beispielsweise einem Auto oder einer Wohnimmobilie, müssen viele Menschen auf Kredite zurückgreifen.
Spätestens dann ist eine detaillierte private Finanzplanung zwingend notwendig.
Wer sich aber erst kurzfristig um eine genaue Analyse seiner Finanzen kümmert, muss damit rechnen, negativ überrascht zu werden.
So ist es besonders ärgerlich, wenn du feststellen musst, dass du dir dein Traumauto oder dein Traumhaus eigentlich nicht leisten kannst.
Wer aber schon lange davor begonnen hat, seine Finanzen langfristig zu planen, ist vor solchen unliebsamen Überraschungen geschützt.
Wie funktioniert eine private Finanzplanung?
Bei einer privaten Finanzplanung werden grundsätzlich die gleichen Methoden eingesetzt, wie sie auch Unternehmen oder öffentliche Haushalte anwenden.
Die Finanzierung eines Privathaushalts erfolgt in erster Linie durch das Einkommen, das sich aus Arbeitseinkommen, Kapitaleinkommen oder Transfereinkommen zusammensetzen kann.
Dazu kommen noch Ersparnisse oder eventuell vorhandene Vermögensgegenstände.
Diese individuelle Finanzsituation ist ist die Grundlage der privaten Finanzplanung.
Bei einer privaten Finanzplanung wird zuerst deine
- finanzielle,
- familiäre und
- persönliche Ausgangsposition
erfasst.
Dazu wird eine Privatbilanz, eine private Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine private Liquiditätsrechnung aufgestellt.
Neben der Ausgangsposition sind auch deine persönlichen Ziele Teil der Finanzplanung.
Ein Finanzplan gibt dir Antworten auf Fragen wie:
Welche meiner Ziele sind realisierbar?
Was muss ich ändern, um meine Ziele umsetzen zu können?

Gleichzeitig sollten bei einer guten Finanzplanung auch zukünftige Risiken berücksichtigt werden.
Dazu zählen kurzfristige Verdienstausfälle durch Arbeitslosigkeit genauso wie potentiell existenzbedrohende Ereignisse wie Haftpflichtfälle oder Invalidität.
Eine Finanzplanung ist nicht nur dazu da, die momentane Finanzsituation zu durchleuchten.
Sie sollte gleichermaßen auch zukünftige Entwicklungen und Veränderungen berücksichtigen.
Zu einer umfassenden Finanzplanung gehört deshalb, dass die langfristige Planung von Lebensabschnitten wie Ausbildung, Karriere und Rente mit einbezogen wird.
Gerade in Zeiten steigender Altersarmut ist es wichtig, nicht nur die kurzfristige Zukunft im Blick zu haben.
Wer sich rechtzeitig um einen langfristige Planung seiner Finanzen kümmert, erspart sich nicht nur viele Sorgen, sondern sorgt vor allem dafür, dass man seinen Ruhestand in Würde genießen kann.
Neben den berufliche Aspekten spielt die Finanzplanung auch in der Freizeitgestaltung eine wichtige Rolle.
Mit einem Finanzplan lässt sich ein Freizeitbudget berechnen, dass du nach Lust und Laune verwenden kannst.
Vorbei ist die Zeit, in der Spontankäufe mit einem schlechten Gewissen und der Frage, ob man sich das eigentlich leisten kann, verbunden waren. Mit einem klaren Freizeitbudget kannst du deine Freizeit sorgenfrei genießen.
Fazit: Private Finanzplanung ist essentiell

Der Gedanke an eine private Finanzplanung mag auf den ersten Blick abschreckend wirken.
Tatsächlich bietet ein langfristiger Finanzplan aber so viele Vorteile, dass es geradezu unverantwortliche wäre, sich nicht näher damit zu befassen.
Mangelnde Kenntnisse stellen dabei kein überwindbares Hindernis dar.
Wer Hilfe oder Tipps zum Einstieg benötigt, kann diese problemlos auf einschlägigen Internetseiten, in der Fachliteratur oder bei professionelle Beratungsangeboten finden.
Eine private Finanzplanung hilft dir, dein Leben, deine Karriere und deine Freizeit zu planen.
Sie bietet eine wichtige Entscheidungshilfe und stellt sicher, dass du immer die Kontrolle über deine Finanzen behältst.
Vor allem kann dich eine langfristige Finanzplanung vor finanziellen Risiken wie Überschuldung und Altersarmut schützen.
Und dir als ETF-Investor viele Chancen eröffnen.
Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass du besser gegen die Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse, wie zum Beispiel unerwartete Nachzahlungen, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit, gewappnet bist.
Wer weiß, dass er seine Finanzen unter Kontrolle hat, lebt wesentlich sorgenfreier.
[the_ad id=“12442″]
Die Kommentare sind geschlossen.