3 Short- und Leveraged-ETFs: Serie über Börsenindizes

Lesedauer 2 Minuten

Short- und Leveraged-ETFs: Leveraged-ETFs sind eher etwas für erstens spekulative und zweitens kurzfristig orientierte Anleger. Mit ihnen partizipert man je nach Hebel überproportional an Gewinnen und Verlusten. Mit Short-ETFs setzt man dagegen auf fallende Kurse, wobei es diese auch gehebelt gibt.

Mit Leveraged-ETFs überproportional profitieren

Mit Short- und Leveraged-ETFs sind hohe Gewinne und Verluste möglich

Risikofreudige Anleger können durch Leveraged-ETFs (gehebelte Indexfonds) überproportional von steigenden und im Falle von Leveraged-Short-ETFs von fallenden Kursen profitieren.

Dabei lässt sich im Prinzip so gut wie jeder Index hebeln, wobei der Hebel die vorhandene Wirkung (Kursgewinn oder Kursverlust) vervielfacht.

Erst die Entwicklung von Swap-basierten ETFs hat die Abbildung von Short- und Leveraged-Indizes ermöglicht. Unter anderen gibt es folgende Indizes für gehebelte ETFs:

  • LevDax, der den Dax mit Hebel 2 abbildet
  • Leveraged MSCI Europe, für den ebenfalls der Faktor 2 gilt
  • Standard & Poor´s 2x Leveraged Daily, der den US-Index Standard & Poor´s 500 mit dem Faktor 2 hebelt.

Der ETF-Anbieter Boost, der im Dezember 2012 erstmals ETFs an der London Stock Exchange listete, hat ein auf Short- und Leveraged-ETFs spezialisiertes Produktangebot. Dabei gibt es auch Hebel-ETFs mit dreifacher Wirkung.

Um die Gefahren solcher Produkte nicht ausufern zu lassen, sollte der Anlagehorizont umso kurzfristiger sein, desto größer der Hebel ist.

Wie ein Hebel funktioniert

Wenn Sie einen ETF auf einen Index mit dem Hebel 3 kaufen, dann steigt der gehebelte ETF um 3 Pozent, wenn der Indexkurs um 1 Prozent nach oben klettert.

Gleiches gilt für die umgekehrte Richtung.

Wenn sich der Index in die gewünschte Richtung nach oben bewegt, ist die Spekulation mit Leveraged ETFs eine feine Sache.

Bricht der Index jedoch nach unten aus, wirkt der Hebel in die entgegengesetzte Richtung, was insgesamt wenig erfreulich ist.

Deshalb sollte man ETFs auf gehebelte Indizes auch am Kauftag direkt wieder verkaufen, damit sich keine Verluste kumulieren können.

Leveraged ETFs sind also eher etwas für Daytrader und nicht für langfristig orientierte Anleger.

Short-ETFs im Überblick

Mit Short-ETFs können Anleger eins zu eins auf fallende Kurse setzen. dabei verläuft beispielsweise der ShortDax umgekehrt proportional zum Dax.

Wenn der Dax um 2 Prozent fällt, dann steigt der ShortDax genau um 2 Prozent und umgekehrt.

Short-ETFs beziehen sich stets auf die prozentuale Änderung des Index während eines laufenden Tages.

Auch hier gilt: Wer einen ETF auf einen Short-Index kauft, sollte diesen auch am gleichen Tag wieder verkaufen.

Wer die Spekulation bis zum Äußersten treiben möchte, der kann Short-Indizes mit Hebel kaufen. Dem durchschnittlichen Anleger sei dieses jedoch nicht empfohlen.

Solche Produkte sind etwas für Spekulanten, nicht aber für langfristig orientierte Anleger.

Fazit zu Short- und Leveraged-ETFs

Mit Hebelprodukten kann man auf steigende oder fallende Indizes setzen.

Doch Short- und Leveraged-ETFs sind eher etwas für kurzfristig orientierte Spekulanten als für den ernsthaften und langfristig orientierten Anleger, der Schritt für Schritt ein privates Vermögen aufbauen möchte.

Wer trotzdem nicht die Finger davon lassen kann, der sollte seine gehebelten ETFs am gleichen Tag wieder verkaufen, an denen er sie gekauft hat, um mögliche Verluste zu begrenzen.

Letzte Woche ging es in dieser Serie um Dividendenindizes und nächste Woche wird es um ETF-Dachfonds bzw. aktiv gemanagte ETFs gehen.

 

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