Checkliste: 5 Tipps für mehr Sicherheit bei der Geldanlage

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Auf Sicherheit bei der Geldanlage legen viele Privatanleger großen Wert. Gleichzeitig wollen sie aber auch, dass sich ihre Anlage vernünftig verzinst und flexibel soll das Investment auch noch sein. Welche Tipps gibt es für die Sicherheit bei der Geldanlage?

Wer sein eigenes Geld einem Dritten überlässt, macht sich automatisch Gedanken über die Sicherheit bei der Geldanlage:

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich mein Geld wieder zurückbekomme?

Die gleiche Frage sollten sich Anleger auch stellen, wenn sie ihr Geld zum Zweck der langfristigen Anlage einem professionellen Anbieter anvertrauen.

Zwar unterliegen Anbieter, die ihren Sitz in Deutschland haben, relativ strengen Regulierungsvorschriften.

Gleichwohl gibt es zwischen unterschiedlichen Anlagearten und natürlich auch zwischen verschiedenen Anbietern durchaus Unterschiede.

Dabei ist neben unterschiedlichen Standards, die für die jeweiligen Anlageformen gelten, auch ein zweiter zentraler Zusammenhang zu beachten:

Eine höhere Renditeerwartung geht in aller Regel zu Lasten der Sicherheit.

Eine dritte Komponente ist die Flexibilität:

Soll das Geld stets in voller Höhe zur Verfügung stehen, müssen Zugeständnisse bei der Rendite gemacht werden.

Am sichersten sind grundsätzlich Bankeinlagen, also Gelder auf dem Girokonto sowie auf Tagesgeld- und Festgeldkonten.

Denn für alle Bankinstitute mit Sitz in Europa gilt die Verpflichtung, sich an einer Einlagensicherung zu beteiligen.

Dadurch sind in jedem Fall 100.000 Euro je Sparer abgesichert, auch wenn das Institut in Insolvenz geraten sollte.

Wie die meisten Sparer aber mittlerweile bemerkt haben dürften, werden bei den genannten Bankeinlagen kaum noch Renditen geboten, die diesen Namen verdienen.

Ganz im Gegenteil: Die ersten Banken sind dazu übergegangen, sich die Einlagensicherheit mit hohen Gebühren oder auch negativen Zinsen von den Sparern bezahlen zu lassen.

Dies hat zur Folge, dass immer mehr Experten dazu raten, bezüglich langfristiger Rendite den Blick stärker auf Aktien und vergleichbare Produkten zu richten.

Bei langfristig betrachtet ebenfalls solider Sicherheit können die Kunden eine deutlich höhere Rendite erwarten.

Dies zeigt SichereGeldanlage.info gerade in Bezug auf Indexfonds, also Fondsprodukte, die sich in ihrer Zusammensetzung ausschließlich an einzelnen Indizes orientieren und nicht aktiv gemanagt werden.

Zahlreiche Anbieter haben sich mittlerweile darauf spezialisiert, privaten Anlegern mit unterschiedlichen individuellen Anforderungen eine Anlage zu vermitteln, die ihren persönlichen Zielen entspricht.

Doch auch hier gibt es mit Blick auf die Sicherheit der Einlagen einiges zu beachten.

In den folgenden Abschnitten zeige ich dir die fünf wichtigsten Gesichtspunkte.

1. Gesunder Menschenverstand

Sicherheit bei der Geldanlage

Unabhängig von der Anlageklasse, für die sich der Anleger entscheidet, sollte immer mit einer ausreichenden Portion gesundem Menschenverstand an die Sache herangegangen werden.

Dies bedeutet zum einen, dass Anbieter mit überzogenen Renditeerwartungen vor allem an die Gier der Anleger appellieren, darüber hinaus jedoch häufig als wenig vertrauenswürdig anzusehen sind.

Renditen von sechs Prozent und mehr sind nach meiner Erfahrung nur mit einer sehr langfristigen Anlageperspektive von mindestens sieben bis zehn Jahren realistisch.

Anbieter, die auch bei kürzeren Laufzeiten derartig hohe Renditen versprechen, sind entweder unseriös oder verschweigen relevante Risiken.

Vor diesem Hintergrund sollten sich Anleger also zunächst ein Angebot in Ruhe anschauen und dabei auch auf ihr Bauchgefühl hören.

Darüber hinaus sollte aber auch nüchtern geprüft werden, ob die drei Faktoren Sicherheit, erwartete Rendite und Flexibilität in einem vernünftigen Einklang zueinander stehen.

2. Vertrauenswürdiger Anbieter

An die Prüfung eines bestimmten Angebotes durch den Anleger selber schließt sich natürlich die allgemeine Frage an, in wieweit ein Anbieter generell als seriös eingestuft werden kann.

Gerade für die langfristige Anlage ist es natürlich entscheidend, dass sich die Anleger darauf verlassen können, dass sie in dem gewählten Anbieter auch noch in fünf Jahren einen kompetenten Ansprechpartner finden.

Darüber hinaus ist es in diesem Zusammenhang von Bedeutung, in wieweit realistisch über die Anlage und das damit in Verbindung stehende Risiko aufgeklärt wird.

Versprechungen von sehr hohen Renditen bei täglicher Verfügbarkeit und ohne jegliches Risiko sollten dabei stets die Skepsis des Anlegers wecken.

Das gleiche gilt auch für die Gebühren.

Wichtig ist ein möglichst einfaches und transparentes Gebührenmodell, bei dem über die zu erwartenden Kosten vollständig informiert wird und keine versteckten Kosten zu befürchten sind.

Hierfür ist es wichtig, sich auf der Grundlage unabhängiger Expertise über einzelne Anbieter zu informieren.

3. Richtige Strategie

Grundsätzlich sollten sich Anleger auch darüber bewusstwerden, dass die Frage der Sicherheit auch von der individuellen Strategie der Anlage abhängig ist.

Grundsätzlich bieten auch ETFs durch die breite Streuung eine hohe Sicherheit.

Allerdings handelt es sich um Kapitalmarktprodukte, die den unvermeidlichen Marktschwankungen ausgesetzt sind.

Dabei ist es durchaus möglich, mit der Auswahl der richtigen Produkte das Risiko von größeren zwischenzeitlichen Wertverlusten zu minimieren.

Eine breite Streuung über verschiedene Unternehmen, Regionen und Branchen kann punktuelle Verwerfungen sehr gut abfedern.

Mit einer stärkeren Gewichtung von Anleihen können sich Anleger ebenfalls vor Wertschwankungen schützen.

Allerdings liefern Anleihen eine deutlich geringere Rendite.

Welche Strategie konkret angewendet wird, hängt insbesondere auch von den Zielen ab.

4. Individuell passende Ziele setzen

Bei den Zielen ist zunächst die Frage entscheidend, wann über das Geld verfügt werden soll.

Eine weitere Frage, die sich jeder Anleger einmal stellen sollte, ist ob das Geld während der Laufzeit flexibel verfügbar sein soll.

Über diese Fragen sollten sich Anleger zunächst ausführlich Gedanken machen.

Nur so können starke Verluste vermieden werden, etwa wenn bei plötzlichem Geldbedarf kurzfristig Anteile verkauft werden müssen.

Sicherheit bei der Geldanlage und Börse

5. Mit ETFs in verschiedenen Anlageklassen investieren

Zunächst ist es sehr wichtig, das Geld über verschiedene Anlageklassen zu streuen, wie u. a. Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe.

Durch diese Streuung wird gemäß der modernen Portfoliotheorie ca. 90 Prozent der Wertentwicklung einer Anlage bestimmt.

Die restlichen 10 Prozent der Rendite werden durch die Streuung innerhalb einer Anlageklasse erreicht.

Hier eignen sich also breit streueunde ETFs ganz hervorragend.

Aber auch Cash ist wichtig, um für unerwartete Wendungen des Lebens stets gut vorbereitet zu sein.

Dieses kann am besten auf einem Tagesgeldkonto vorgehalten werden, was keine Gebühren kostet.

Dadurch können kurzfristige und in der Regel teure Notverkäufe von langfristig ausgerichteten Anlageprodukten vermieden werden.

Fazit – Sicherheit bei der Geldanlage hat viele Aspekte

Sicherheit bei der Geldanlage ist in jedem Fall für viele Anleger das oberste Gebot.

Allerdings hängt die konkrete Umsetzung von verschiedenen Voraussetzungen und Anforderungen des Anlegers ab.

Um für das individuelle Anlageportfolio die optimale Sicherheitsstruktur zu schaffen, ist es unvermeidlich, sich ausführlich mit den persönlichen Zielen für die Geldanlage auseinanderzusetzen.

Ebenso wichtig ist natürlich die konkrete Strategie, mit der die Ziele erreicht werden sollen.

Dabei sollte stets der gesunde Menschenverstand eingeschaltet werden und der Zusammenhang von Sicherheit, Rendite und Flexibilität betrachtet werden.

Hilfreich sind aber auch sogenannte Robo-Advisor, also automatische Anlageberater im Internet, die dabei helfen, Ziele und Strategien zu bestimmen.

Nachdem auf dieser Grundlage eine passende Anlage gefunden wurde, sollte vor allem darauf geachtet werden, einen seriösen und sicheren Anbieter zu wählen.

Eines sollten sich Anleger aber auch darüber hinaus immer wieder bewusst machen:

Absolute Sicherheit gibt es weder im echten Leben noch bei der privaten Geldanlage.

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