Die schlimmsten Fehler beim Aktienhandel

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Gerade Börsenneulinge machen immer wieder den einen oder anderen Fehler beim Aktienhandel. Welche sind das und wie kannst du diese vermeiden? Hier eine Auswahl an Fehlern.

Das letzte Jahr konnte dem Aktienhandel nichts anhaben. Im Gegenteil: Viele Deutsche entdecken die Börse gerade jetzt für sich. Im Jahr 2020 investierten 12,35 Millionen Menschen in Aktien, so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

Unter diesen Aktionären befinden sich auch viele Neulinge, die sich das erste Mal an die Börse wagen: Der geplatzte Urlaub, wegfallende Restaurantbesuche sowie Einkaufsbummel sorgen dafür, dass so mancher mehr Geld und Zeit übrig hat.

So kommt es, dass sich einige dem Aktienhandel zuwenden. Vor allem für Einsteiger in den Aktienmarkt gibt es hier einige Tücken und mögliche Fehler beim Aktienhandel, die zu beachten sind, damit die Investitionen auch mit Erfolgen in Form von Gewinnen belohnt werden.

Nicht alles auf eine Karte setzen

Fehler beim Aktienhandel

Ein wichtiger Bestandteil des Aktienhandels ist die Psychologie und einige Anleger werden durch ihre eigenen Gefühle in die Irre geführt.

Dies lässt sich am Beispiel eines Vorfalls im Jahr 1913 gut erklären: Am Roulette-Tisch des berühmten Monaco Casino kam es zu 26 Mal hintereinander schwarz. Den damaligen Mitspielern unterlief dabei ein Denkfehler, der mittlerweile einen eigenen Namen trägt: „Gambler’s Fallacy“: Sie dachten, dass eine längere schwarze Serie Auswirkungen auf die nachfolgende Farbe haben könnte – und sie setzten auf Rot, aber erfolglos. Genau dieses Verhalten, ob aus Monaco oder online im PokerStars Vegas Casino, kann auf den Börsenhandel übertragen werden.

Zu viele Anleger glauben, dass die Aktie, die seit Langem gefallen ist, als Nächstes steigen wird. Genau das verleitet vor allem unerfahrene Anleger dazu, alles auf eine Karte zu setzen. Dieser typische Anfängerfehler sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Besser ist es, das Risiko breit zu streuen, das heißt in unterschiedliche Wertpapiere zu investieren anstatt in eine einzige spekulative Aktie. Auf diese Weise wird die Gefahr minimiert, direkt bei der nächsten Abwärtsbewegung oder einer negativen Unternehmensnachricht auf zweistelligen Verlusten sitzen zu bleiben. Die bekannte Börsenweisheit hierzu lautet:

„Lege nicht alle Eier in einen Korb.“

Noch ein Fehler beim Aktienhandel: Zum Mitläufer werden

Gerade als noch etwas unsicherer Neuling an der Börse ist man dazu verleitet, sich an den anderen erfahreneren Investoren zu orientieren.

Bei einem steigenden Kurs steigt auch gleichzeitig das Interesse der Anleger. Jedoch ist es eher ratsam, die aktuelle Situation an den Finanzmärkten außer Acht zu lassen und sich stattdessen zu fragen, welches Risiko man für welchen Zeitraum genau eingehen will.

Denn das sogenannte Mitlaufen fördert zwar Käufe, wenn Aktien bereits gestiegen sind, jedoch auf der anderen Seite begünstigt es auch Verkäufe, wenn die Papiere schon deutlich an Wert verloren haben, woraus sich schlussendlich ein Verlustgeschäft ergibt.

Daraus ergibt sich, dass immer die eigene individuelle Situation ausschlaggebend dafür sein sollte, ob man in eine Aktie investiert oder nicht. Auf diese Weise lässt sich die Aktienquote für das eigene Depot bestimmen und auch durchhalten. Dabei sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass der Kauf einer Aktie eine längerfristige Anlage sein sollte.

Die hierzu passende Börsenregel lautet:

„Kaufe, wenn andere in Panik verkaufen und verkaufe, wenn du vom Friseur oder Taxifahrer todsichere Aktientipps erhältst.“

Weitere Fehler beim Aktienhandel: Nicht genügend Hintergrundinformationen zu sammeln

Fehler beim Aktienhandel

Nur wer gut informiert ist, ist dazu in der Lage, sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Einfach ins Blaue hinein zu investieren kann durchaus mit viel Glück zum Erfolg führen. Jedoch ist es klüger, auch hier das Risiko möglichst zu reduzieren und mit Hilfe von genügend Hintergrundinformationen eine durchdachte Entscheidung zu treffen.

Als Käufer sollte stets bedacht werden, dass ein Verkäufer seine Aktie immer gerne loswerden will. Steht man kurz vor einem Aktienkauf, sollte man also zunächst nach dem Warum fragen. Warum will mein Verkäufer das Wertpapier loswerden?

Sollte das Ziel nicht der Kauf, sondern der Verkauf einer Aktie sein, so lässt sich diese Frage wie folgt ganz einfach umkehren: Warum will mein Käufer diese Aktien haben?

Beim Aktienkauf sollte nur in die Unternehmen investiert werden, deren Strukturen und Geschäfte einem vollständig vertraut sind. Nach diesem Kriterium ausgewählte Investments bürgen ein geringeres Risiko. Aber auch nach dem Kauf eines Wertpapiers gilt es, sich stets auf dem Laufenden zu halten.

Die entsprechende Börsenregel dazu lautet:

„Kaufe nur, was du auch zu 100 % verstehst.“

Um Fehler beim Aktienhandel zu vermeiden: Eine gute Strategie entwickeln

Ein gut organisiertes strategisches Vorgehen sollte in seiner Effektivität nicht unterschätzt werden.

Hier läuft alles zusammen: In welche Unternehmen will ich investieren? Wie viel Geld steht mir zur Verfügung? Diese grundsätzlichen Überlegungen sollten am Anfang des Entwicklungsprozesses einer Strategie stehen.

Darüber hinaus ist es, wie bereits erwähnt, sinnvoll, die geplante Investition auf mehrere Unternehmen aufzuteilen, um so das Risiko eines Verlustes zu minimieren. Außerdem ist es ratsam, mit kleineren Beträgen zu starten und sich langsam an den Aktienmarkt heranzutasten.

Das bedeutet auch, sich nicht gleich auf die spekulativen Aktien zu stürzen. Besser, man fährt zunächst kleine, bis gar keine Gewinne ein, als direkt größerer Verluste einstecken zu müssen, die leicht hätten vermieden werden können.

Bis man an der Börse vollständig durchblickt, kann es dauern. Sich ab und zu ein paar Tipps und Tricks von erfahrenen Investoren einzuholen kann daher auf jeden Fall eine große Hilfe sein.

Fazit

Menschen machen Fehler. Doch Fehler beim Aktienhandel können teuer werden. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, sich gründlich zu informieren.

Dazu können u. a. Finanzblogs im Internet dienen. Hier bekommt man seine Informationen in der Regel kostenlos.

Wenn du statt mit Aktien mit ETFs starten möchtest, was ich dir aufgrund der eingebauten Risikostreuung von ETFs dringend ans Herz legen möchte, dann schaue dir doch einmal den großen ETF-Sparplan-Vergleich 2021 an:

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