Nachkaufen: Warum jetzt eine günstige Gelegenheit ist

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Nachkaufen: An den Aktienmärkten herrscht blanke Panik. Anleger und Experten fragen sich, wann der Spuk zu Ende ist. Wie sollten Privatanleger jetzt darauf regieren?

[lwptoc]

Das Corona-Virus als Auslöser der Börsenkrise

Die Börsenkrise zum Nachkaufen nutzen

Am Montag hatte die Wall Street den schwärzesten Tag seit 1987 erlebt. Innerhalb weniger Tage musste zum dritten Mal der Handel kurz ausgesetzt werden, weil die Kursverluste das vorgesehene Limit sprengten.

Der Dax hat in den vergangenen zwei Wochen rund ein Drittel seines Wertes verloren. Auch in Asien fliehen Anleger in Scharen aus den Aktienmärkten.

„Die Situation ist historisch so noch nie dagewesen“,

sagt er Aktienstratege der Deka Bank, Joachim Schallmayer.

In einer ersten Welle schien die Krise auf China begrenzt. Peking reagierte entschieden, verhängte im ganzen Land Ausgangssperren und ließ die Menschen maximal von zu Hause aus arbeiten.

Das wirkte sich in anderen Teilen der Welt aus, da vielerorts die Produktion stillstehen musste, weil Lieferketten aus China unterbrochen wurden.

Deutlicher abwärts ging es dann an den europäischen und amerikanischen Börsen in einer zweiten Welle, als das Virus nach Italien und Europa kam.

Wirtschaftlicher Abschwung durch die Corona-Epidemie

Infolge der Ausbreitung des Corona-Virus ist die Wirtschaftstätigkeit in vielen Industrieländern teilweise zum Erliegen gekommen und die Börsenkurse haben auf breiter Front nachgegeben.

Das ist weiter nicht verwunderlich, denn wir hatten seit der Finanzkrise 2008/2009 eine lange Hausse, in der die Kurse nur eine Richtung kannten: Nämlich nach oben.

Das ist nun erst einmal vorbei.

Insgesamt stehen wir vor einer wirtschaftlichen Rezession.

Wie lange wird die Baisse dauern?

Die Chance zum günstigen Nachkauf

In den letzten zwei Wochen sind die Börsenkurse in Asien, Europa und den USA auf breiter Front eingebrochen.

Um teilweise mehr als 30 Prozent.

Doch das ist kein wirklicher Grund zur Besorgnis.

Denn in der Vergangenheit haben sich die Börsen dieser Welt innerhalb kurzer Zeit noch von jedem Crash wieder erholt.

Dabei ist die Phase des Aufschwungs an den Börsen, der Hausse, meist wesentlich länger als die Phase des Abschwungs:

  • Eine Hausse (auch Bullenmarkt genannt) hat in den letzten Jahrzehnten durchschnittlich 79 Monate gedauert und
  • eine Baisse (auch Bärenmakt genannt), also der Börsenabschwung, 16 Monate.

Das gibt also Anlass zu vorsichtiger Hoffnung.

Jetzt Nachkaufen oder wieder einsteigen

Jetzt nachkaufen

Das aktuelle Kursniveau bietet sich zum Nachkaufen an oder für einen Wiedereinstieg für diejenigen, die in den ersten Tagen des Börsencrashs mehr oder weniger aufgrund von Panik verkauft haben.

Denn nach wie vor gilt, dass es keinen Zins auf festverzinsliche Wertpapiere gibt und Aktien eigentlich die einzige ernsthafte Investmentalternative darstellen.

Denn Aktien bieten erstens eine Dividende – also den Anteil einer Aktie am Gewinn des Unternehmens – und zweitens das Potenzial auf Kurssteigerungen im Zeitablauf.

Seitwärtsbewegungen an der Börse

Seitwärtsbewegung an der Börse

Wie sich die Börsenkurse in der nächsten Zeit entwickeln werden, weiß ich natürlich auch nicht, aber es ist plausibel anzunehmen, dass sich nun langsam ein  Boden bilden wird und dass die Kursentwicklungen der nächsten Wochen und Monate vermehrt seitwärts verlaufen werden, bevor die Kurse wieder beginnen werden, langsam aber sicher zu steigen.

Nachkaufen: Das ist, was du jetzt tun kannst

Nachkaufen 2020

Wenn du also wissen willst, wie du auf den aktuellen Börseneinbruch reagieren kannst, dann beginne jetzt mit einem vorsichtigen Nachkaufen.

Denn das aktuelle Kursniveau ist eine Chance zum günstigen Einstieg an der Börse.

Starte jetzt zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan auf einen der großen, breit aufgestellten Weltaktienindizes:

  • MSCI All Country World Index oder
  • FTSE All-World Index

Das geht bereits ab 25 EUR pro Monat.

Zum Beispiel bei Trade Republic mit dem iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) (WKN A1JMDF). Dort zahlst du nicht einmal Ordergebühren beim Kauf des ETFs innerhalb eines Sparplans.

Fazit: Jetzt nachkaufen ist das Gebot der Stunde

Jetzt nachkaufen

Wer als Privatanleger dem Gebot der Stunde folgen will, der sollte jetzt nachkaufen. Vor allem sollte er in Aktien-ETFs auf breit anlegende Aktienindizes investieren.

Denn die Kurse werden auf mittlere Sicht wieder steigen, auch wenn es jetzt erstmal eine weltweite Rezession infolge der Corona-Krise geben wird.

Der ETF-Rechner von Benedikt Heyenbrock hilft dir, deine Kapitalentwicklung auch richtig zu berechnen.

Also, starte jetzt entweder deinen ersten ETF-Sparplan oder kaufe nach, wenn du bereits an der Börse investiert bist.

Denn jetzt ist eine günstige Gelegenheit für den Einstieg an der Börse.

Denk dran:

„Buy on bad news“, wie eine alte Börsenregel lautet.

Und gerade haben wir bad news, sogar „very bad news“.

Wann also kaufen, wenn nicht jetzt?

Im Übrigen drängt auch Aufsichtsrätin Simone Menne (BMW, Deutsche Post, Johnson Controls), Mitglied in der Börsensachverständigenkommission, alle Geldanleger hin zu billig gewordenen Aktien:

„Man muss jetzt kaufen. Kaufen, kaufen, kaufen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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