Was macht Menschen glücklich und inwieweit trägt Geld dazu bei? Gibt es da unter Umständen eine Grenze? Spannende Fragen, deren Beantwortung dir hilft, die richtigen Prioritäten im Leben zu setzen.
[lwptoc]
Jeder möchte glücklich sein

Jeder von uns möchte gerne glücklich sein, doch bei weitem nicht jedem gelingt dies auch.
Und gehört Geld mit zu den Glücksfaktoren?
Das Gefühl, wirklich glücklich zu sein, ist sowieso eher selten, eher geht es um den Grad der inneren Zufriedenheit mit sich und seinem Leben.
Die Werbung gaukelt uns vor, dass jeweils die neuesten Produkte uns glücklich machen.
Und der Volksmund sagt:
„Geld macht nicht glücklich.“
Doch ist das wirklich so?
Dieser Artikel soll keine umfassende Abhandlung über das Thema sein, dir aber den einen oder anderen Denkanstoß geben.
Materieller Konsum trägt wenig zum Glück bei
Eine wichtige Erkenntnis in diesem Zusammenhang ist, dass materieller Konsum nur wenig zum Glück beiträgt.
Wenn wir uns einen materiellen Wunsch erfüllt haben, trägt das kaum zu unserer dauerhaften Zufriedenheit bei.
Wie zum Beispiel ein neues Auto, dass wir vielleicht auch noch auf Pump gekauft haben.

Spätestens nach vier Wochen ist dieses neue Auto zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die kaum noch Glücksgefühle hervorruft.
Im Gegenteil: Meist fallen uns sofort weitere Dinge ein, die wir ebenfalls haben wollen.
Konsum facht oft nur die Gier nach noch mehr materiellem Konsum an.
Soziale Bindungen sind da schon wichtiger

Beziehungen zu anderen Menschen und Freundschaften wirken da schon deutlich stärker auf das individuelle Glücksempfinden.
So sind Menschen in einer festen Beziehung meist glücklicher als Singles.
Auch ein Freundeskreis, in den man fest eingebettet ist, hilft hier.
Und Kinder sollen das Glücksgefühl nach einschlägigen Untersuchen ebenfalls erhöhen – besonders wenn sie aus dem Haus sind oder wenn es sich um Enkelkinder handelt.
Schöne Erlebnisse machen auch glücklich

Die Forschung zum Thema hat zudem gezeigt, dass schöne Erlebnisse wie ein Konzert oder ein Restaurantbesuch wesentlich mehr zum Glücksempfinden beitragen als der Kauf von materiellen Gütern.
So macht beispielsweise eine Ganzkörpermassage wesentlich eher glücklich als der Kauf der neuesten Espressomaschine.
Dazu gehören auch Reisen, die bleibende Erinnerungen hinterlassen.
Aber wohl eher in Form einer Individualreise als ein Pauschalurlaub mit All Inclusive, bei der man die Hotelanlage kaum verlässt.
Und natürlich gehört auch eine befriedigende Arbeit dazu.
Sicherlich ist derjenige glücklicher, der seine Berufung lebt als derjenige, der nur einen Job des Geldes wegen macht.
Und was sagt die Forschung über Geld als Glücksfaktor?

Zwar behauptet der Volksmund, das Geld nicht glücklich mache, doch das stimmt so nicht.
Letztes Jahr erhielt der Ökonomieprofessor Angus Deaton den Nobelpreis u. a. dafür, dass er herausgefunden hat, das zusätzliches Geld, mit dem man seinen Lebensstandard erhöhen kann, nur bis zu einer Grenze von etwa 60.000 EUR Jahreseinkommen das individuelle Glücksempfinden erhöht.
Das heißt, mit einem Einkommen von etwa 5.000 EUR pro Monat kann man ein ziemlich glückliches Leben führen, weil man sich davon alle für persönliches Glück wesentlichen Dinge leisten kann.
Das heißt, ein Durchschnittsverdiener kann einem Gewinn bei „Wer wird Millionär“ oder einem Lottogwinn bzw. dem, was er sich daduch mehr leisten kann, mehr „Glücksgefühle“ abtrotzen als ein Millionär, der gerade seine zehnte Million gemacht hat.
In der Ökonomie ist dieses Phänomen bereits seit langem durch den Haushaltstheoretiker Gossen als sinkender Grenznutzen bekannt:
Je mehr Geld ich bereits habe, desto geringer ist der Nutzen einer weiteren zusätzlichen Geldeinheit für mich.
Das heißt, der Milliardär, der eine zusätzliche Million verdient, wird durch diese kaum glücklicher, weil er vermutlich bereits alles besitzt, was man sich für Geld kaufen kann.
Doch der kleine Angestellte, der bei Günter Jauch 32.000 EUR gewinnt, kann sich eine Menge schöner Dinge bzw. Erlebnisse von diesem zusätzlichen Geld leisten.
Fazit: Geld hat einen sinkenden Grenznutzen

Geld ist nur ein Faktor von mehreren, der zu individuellem Glück beiträgt.
Und der Volksmund hat nicht recht mit der Behauptung, das Geld nicht glücklich macht.
Bis zu einer Grenze von etwa 5.000 EUR pro Monat kann zusätzliches Geld sehr wohl zu unserem Glücksempfinden beitragen.
Doch noch mehr Geld mag uns vielleicht noch stärker beruhigen – glücklicher macht es uns jedoch nicht.

Damit du auch im Alter ruhig schlafen kannst, brauchst du auf jeden Fall eine private Altersvorsorge:
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