Wie finde ich die besten Investmentfonds – eine Rezension

Lesedauer 2 Minuten

eine Rezension

Wie finde ich die besten Invetmentfonds: Alles über Arten, Auswahl, Streuung, Chancen, Rendite und Kosten von Investmentfonds. Hält das Buch auch, was es verspricht?

Das vorliegende Buch der Autorin Beate Sander möchte den Anleger dabei unterstützen, die für ihn am besten geeigneten Investmentfonds ausfindig zu machen. Doch gelingt ihr das auch?

Der äußere Eindruck

Ich mag vom äußeren Eindruck her schlicht gehaltene Bücher.

Deshalb hat mir das mehrfarbig gestaltete Buch rein vom optischen Eindruck her nicht gefallen:

Es ist mir zu bunt und erinnert mich irgendwie an die Aufmachung der BILD-Zeitung.

Der Aufbau des Buches „Wie finde ich die besten Investmentfonds“

Das Buch besteht aus 14 Kapitel inklusive Anhang.

Bei Kapitel 2 fällt auf, dass der Auswahl von Fonds auf deutsche Indizes rund 13 Seiten gewidmet werden.

Der Auswahl von international breit gestreuten Fonds jedoch nur vier Seiten.

Ist der Autorin das Phänomen Home Bias – überwiegend in heimische Aktien zu investieren – und gleichzeitig als Anlegerfehler weit verbreitet – etwa nicht bekannt?

Und während beispielsweise Gerd Kommer wenig bis nichts davon hält, einzelne Branchen überzugewichten, widmet die Autorin sich diesem Thema weit über 30 Seiten.

Doch den Gipfel meines Unverständnisses löst Gliederungspunkt 8.7.1 aus:

„Immobilienfonds aus Siegerlisten als Fundgrube für erfolgsorientierte Anleger“ lautet hier die Überschrift.

Dem möchte ich einfach nur ein Zitat von dem Finanzbuchautor Frank Armstrong entgegenhalten:

„Aktive Fondsmanager auf der Basis vergangener Renditen auszuwählen ist eine hirnlose Verliererstrategie.“

Und dem aktuellen Trend ETFs und der Tatsache, dass diese klassische Investmentfonds immer mehr verdrängen, trägt die Autorin kaum Rechnung:

Dem Thema ETFs sind gerade einmal 14 Seiten gewidmet.

Ein Anhang mit insgesamt rund 50 Seiten beschließt dieses Buch.

Gesamtbeurteilung des Werkes

Das vorliegende Buch hatte für mich wenig Neuigkeitswert.

Für Anfänger der Materie mag es geeignet sein, doch der fortgeschrittene Leser findet kaum neue Informationen zum Thema.

Vor allem dem Thema ETFs sollte die Autorin in einer Neuauflage deutlich mehr Raum widmen.

Schließlich sind klassische Investmentfonds ein Auslaufmodell.

Die Autorin von „Wie finde ich die besten Investmentfonds“

Beate Sander ist Autorin zahlreicher Finanzbücher und wird von der Vogue Business als Grande Dame unter den Börsengurus bezeichnet.

Beate Sander: Wie finde ich die besten Investmentfonds?: Alles über Arten, Auswahl, Streuung, Chancen, Rendite und Kosten*, FinanzBuch Verlag, München 2017, 254 S., 24,99 EUR.

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2 Gedanken zu „Wie finde ich die besten Investmentfonds – eine Rezension“

  1. Vielen Dank für die Rezession. Ich lese viele solcher Finanzbücher Finanzblogs und auch auf div. Webseiten. Das Buch von Beate Sander wird für mich auch einen Mehrwert haben. In dem ich es mir nicht kaufe und meine Sparrate im Mai auf den MSCI World ACWI um den Verkaufspreis des Buches erhöhe.

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