10000 Euro anlegen: Wie lege ich 10.000 Euro sinnvoll an?

Lesedauer 11 Minuten

10000 Euro anlegen: Manch einer hat 10000 Euro oder ein Mehrfaches davon geerbt oder gespart und hat das Geld noch auf dem Sparbuch oder schlimmstenfalls auf dem Girokonto herumliegen. Doch mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass es bessere Alternativen gibt, die auch tatsächlich eine Rendite abwerfen. Tipps und Vorschläge dazu findest du in diesem Ratgeberartikel.

Tagesgeldkonto oder Festgeld als Liquiditätsreserve

Ein Notgroschen muss sein; falls mal der Kühlschrank kaputt geht oder eine teure Autoreparatur anfällt. Dafür sollte eine Reserve von zwei bis drei Nettogehältern zur Verfügung stehen. Diese hältst du am besten in Form von Tagesgeld bereit, auf das du jederzeit unbeschränkt zurückgreifen kannst.

Und für diejenigen, für die Aktien bzw. ETFs noch immer Teufelszeug sind, kommt für weitergehende Beträge vor allem Festgeld in Betracht, wo es aktuell (August 2021) bis zu 1,5 Prozent Zinsen gibt.

Einen Vergleich, was Tages- bzw. Festgeld angeht, findest du u. a. auf weltsparen.de oder zinspilot.de.

Wenn 10.000 Euro die Basis deiner Altersvorsorge sind

Eine private Altersvorsorge sollte heute bei jedem auf der Agenda stehen, da die gesetzliche Rente schon heute bei vielen nicht mehr ausreicht, um den Lebensstandard im Alter zu gewährleisten.

Hierbei handelt es sich dann um ein langfristiges Sparziel, bei dem man getrost in Aktienfonds oder ETFs investieren kann, da der Anlagehorizont mindestens 10 bis 15 Jahre beträgt oder je nach Alter auch deutlich länger ist.

10000 Euro anlegen: Ein Portfolio, um das Risiko zu streuen

10000 Euro anlegen

Der Gedanke des Portfolios geht auf die moderne Portfoliotheorie zurück, für die Harry M. Markowitz 1991 den Nobelpreis erhielt.

Dabei ging er folgenden Fragen nach:

  • Wie stellt man einen Korb mit Wertpapieren zusammen?
  • Wie streut man am besten das Risiko dieses Wertpapierkorbes?
  • Welche Anlageergebnisse kann man erwarten?
  • Und wie stark können diese unsicheren Anlageergebnisse statistisch betrachtet schwanken?

Bei seiner Untersuchung kam er u. a. zu dem Ergebnis, dass

  • bis zu 90 Prozent der Rendite eines Portfolios aus der Kombination verschiedener Anlageklassen resultieren und
  • nur ca. 10 der Rendite eines Portfolios auf der Streuung von Wertpapieren innerhalb einer Anlageklasse beruhen.

Dabei ist Diversifikation der Fachbegriff für die Reduzierung von Anlagerisiken durch die Streuung von Geldanlagen auf unterschiedliche Wertpapiere und/oder Anlageklassen.

An Anlageklassen können u. a.

  • Anleihen
  • Aktien
  • Immobilien
  • Rohstoffe und der
  • Geldmarkt

unterschieden werden, wobei ein Minimalportfolio folgende Gestalt hätte:

Minimalportfolio

Anleihen: Die Sicherheitskomponente

Anleihen sind die Sicherheitskomponente im Portfolio. Ihre Aufgabe besteht in erster Linie darin, für ein ausgeglichenes Rendite-/Risiko-Profil zu sorgen und nicht darin, eine möglichst hohe Rendite zu gewährleisten. Diese Aufgabe fällt vielmehr Aktien zu.

Mehr Risiko: Aktien als risikobehaftete Komponente

Aufgabe des Aktienanteils eines Portfolios als risikobehafteter Komponente ist, für die vom Investor erwartete Rendite zu sorgen. Dabei setzt sich die Rendite von Aktien aus Dividendenzahlungen und Kurssteigerungen im Zeitablauf zusammen.

Diese Aufgabe können Aktien erfüllen, müssen es aber nicht in jedem Fall. Denn es kann immer wieder Jahre geben, in denen die Kurse rückläufig sind. Darüber muss sich ein Investor im Klaren sein und deshalb braucht es eben einen langen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren oder mehr und eine gewisse Nervenstärke (Risikotragekapazität).

Immobilien als mögliche Ergänzung

Eine weitere Anlageklasse, die man mit ins Portfolio aufnehmen kann, sind Immobilien. Dazu muss man keine Immobilie kaufen, sondern kann über sogenannte REITs (Real Estate Investment Trusts) in Unternehmen investieren, die mit Immobilien ihr Geld verdienen.

Rohstoffe als eventuelle weitere Ergänzung

Als weitere Anlageklasse kommen Rohstoffe in Betracht, wobei es ETFs gibt, die breit gestreut u. a. in

  • Edelmetalle,
  • Industriemetalle,
  • Energie (Kohle, Öl und Gas und erneuerbare Energien) und
  • Agrarrohstoffe

investieren.

Anmerkungen zum Geldmarkt

Am Geldmarkt werden Rentenkurzläufer mit bis zu 1,5 Jahren Restlaufzeit gehandelt. Da auch hierfür Verwaltungsgebühren anfallen, ist zu überlegen, ob die Anlageklasse Geldmarkt nicht durch Tagesgeld ersetzt werden kann, da es hier kaum nennenswerte Renditeunterschiede geben dürfte.

Richtig anlegen: Einzelwerte, Fonds oder ETFs?

Fonds

Einzelwerte

Um erfolgreich in Einzelwerte investieren zu können, muss man u. a. beurteilen können, ob eine Aktie günstig bewertet ist oder nicht. Dazu braucht man aber Spezialkenntnisse, die viele Privatanleger nicht haben. Sie fahren deshalb besser mit Fonds, wo ein professioneller Fondsmanager diese Entscheidungen trifft oder besser noch mit ETFs.

Fonds

Ein Fonds ist ein Spartopf, in den viele Sparer einzahlen und der von einem Fondsmanager verwaltet wird. Dieser entscheidet, welche Wertpapiere für den Fonds ge- oder verkauft werden.

Nachteil eines Fonds sind die relativ hohen Kosten, die u. a. durch das Fondsmanagement hervorgerufen werden. Zwar will jeder aktiv gemanagte Fonds seinen Referenzindex schlagen, doch die Mehrzahl klassischer Investmentfonds erreicht dieses Ziel nicht – zumindest nicht nach Kosten und über einen längeren Zeitraum von 5 bis 10 Jahren oder mehr.

Zusätzlich fällt bei aktiv gemanagten Fonds oft ein Ausgabeaufschlag an, mit dem u. a. der Vertrieb von Fonds durch die jeweilige  Kapitalanlagegesellschaft finanziert wird.

Ziel aktiv gemanagter Fonds ist es, den Markt zu schlagen. Sonst würde sich das Fondsmanagement nicht rechnen. Fakt ist, dass nach Kosten nur wenige (ca. 10 Prozent) Fonds dieses Ziel tatsächlich über einen längeren Zeitraum erreichen, wie mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen.

Deshalb ist es für den durchschnittlichen Privatanleger vorteilhafter, in sogenannte ETFs zu investieren.

Exchange Traded Funds (ETFs)

ETFs

Im Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds haben ETFs deutlich geringere Gebühren und Kosten. Kennzeichen von börsengehandelten Indexfonds, wie die deutsche Übersetzung von Exchange Traded Funds lautet, sind

  • Einfachheit,
  • Transparenz,
  • Flexibilität und
  • niedrige Kosten.

Einfachheit und Transparenz

ETFs bilden jeweils einen bestimmten Börsenindex passiv – das heißt computerunterstützt – nach und benötigen dazu kein teures Fondsmanagement. Es gibt sehr viele Indizes und dementsprechend auch sehr viele ETFs. Allein an der Frankfurter Börse sind 1.639 ETFs zugelassen (30.08.2021).

Dabei handelt es sich u. a. um Aktienindizes wie beispielsweise den Dax oder den MSCI World Index oder um Anleihenindizes wie zum Beispiel den Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index oder um Immobilienindizes oder Rohstoffindizes, um nur die wichtigsten Indexgruppen zu nennen.

Weil ETFs nun stets einen bestimmten Börsenindex nachbilden, haben sie eine klare und verständliche Anlagestrategie, mit der Einfachheit und Transparenz einhergehen.

Flexibilität

Zudem sind sie sehr flexibel, weil sie jederzeit über die Börse ge- und verkauft werden können, wobei Market Maker zu jedem Zeitpunkt marktgerechte Kurse stellen und für entsprechende Liquidität am Markt sorgen.

Aktiv gemanagte Fonds werden dagegen nicht über die Börse, sondern über die jeweilige Kapitalanlagegesellschaft gehandelt, die einmal am Tag einen Kurs stellt.

Die Flexibilität von ETFs bezieht sich gerade auch auf ETF-Sparpläne, die bereits ab 1 Euro (ING und Scalable Capital Broker) besparbar sind und deren Sparrate jederzeit an ein verändertes Einkommen anpassbar ist. Darüber hinaus kann der Sparer stets über sein angespartes Kapital verfügen, ohne irgendwelche Kündigungsfristen etc. einhalten zu müssen.

Niedrige Kosten

Hinzu kommt, dass ETFs sehr niedrige Kosten haben – zumindest im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds. Während letztere im Schnitt zwischen 1,4 und 2 Prozent per anno an Verwaltungskosten verursachen, liegen ETFs durchschnittlich bei 0,3 Prozent p. a. mit sinkender Tendenz. Dabei ist die Ursache für die sinkende Tendenz der starke Wettbewerb der ETF-Anbieter untereinander um Marktanteile.

Außerdem fallen bei Indexfonds keine Ausgabeaufschläge an, wie bei klassischen Investmentfonds. Diese liegen immerhin bei durchschnittlich 5 Prozent für Aktienfonds und 3 Prozent bei Rentenfonds – auch wenn es heute Möglichkeiten gibt, diese zumindest teilweise zu umgehen (z. B. in sogenannten Fondsboutiquen).

10000 Euro anlegen: Wieviel Risiko willst du eingehen?

Wer in Aktien investiert, muss immer damit rechnen, dass es plötzlich zu stärkeren Einbrüchen an den Börsen dieser Welt kommen kann. Wer das nervlich nicht oder nur schlecht verkraftet und dann nachts nicht schlafen kann, sollte keinen hohen Aktienanteil für sein Portfolio wählen. Klassischer Weise unterscheidet man folgende Anlegertypen:

  • der risikoscheue Anlegertyp
  • der risikoneutrale Anlegertyp
  • der risikofreudige Anlegertyp.

Der risikoscheue Anleger

Sicherheitsorientiertes Portfolio

Der risikoscheue Anlegertyp möchte keine nennenswerten Risiken eingehen, da Sicherheit bei der Geldanlage bei ihm an erster Stelle steht. Deshalb sollte der Aktienanteil in seinem Portfolio nicht mehr als 30 Prozent betragen.

Allerdings darf der Aktienanteil auch nicht null Prozent betragen, da sonst keine Rendite erzielt werden kann, die zumindest die Inflationsrate ausgleicht. Schließlich leben wir in Zeiten, wo es keine Zinsen mehr für festverzinsliche Wertpapiere gibt.

Der risikoneutrale Anleger

Risikoneutrales Portfolio

Der risikoneutrale Anlegertyp ist bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, aber keinesfalls zu viel davon. Deshalb fühl er sich mit einem Aktienanteil von ca. 50 Prozent sehr wohl.

Der risikofreudige Anleger

Risikofreudiges Portfolio

Wer gerne bereit ist, Risiken einzugehen und dem Schwankungen am Aktienmarkt wenig ausmachen, der kann einen größeren Anteil an Aktien wählen, nämlich bis zu 70 oder 80 Prozent.

Vermögen bilden: Konkrete ETF-Empfehlungen

 

ETFs

Hier stelle ich nun ausgewählte ETFs vor, aus denen du dein Portfolio zusammenstellen kannst.

Anleihen: iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist) (WKN A0RGEQ)

Der zugrundeliegende Index hat eine Breite von 21.380 Wertpapieren, wobei der ETF im Sampling-Verfahren (siehe weiter unten) 5.856 Titel enthält.

Der iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist) investiert in eine Mischung aus Anleihenarten (hauptsächlich Staats- und Unternehmensanleihen) mit Fokus Welt. Der ETF deckt das gesamte Restlaufzeit-Spektrum ab. Die Anleihen haben ein Investment Grade Rating. Die Zinserträge (Kupons) im Fonds werden an die Anleger ausgeschüttet (Halbjährlich). Der Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond ermöglicht ein breit gestreutes und kostengünstiges Investment in 21.380 Anleihen.

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,10% p.a.. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds durch eine Auswahl der Indexbestandteile nachgebildet (Sampling Verfahren). Der iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist) ist ein großer ETF mit 640 Mio. Euro Fondsvolumen. Der ETF ist älter als 3 Jahre und in Irland aufgelegt.

Es gibt 9 ETF Sparplan-Angebot(e) bei Online Brokern für den iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist).

Aktien: SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (WKN A1JJTD)

Der zugrundeliegende Index hat eine Breite von 8.786 Titeln, wobei der ETF im Sampling-Verfahren 1.358 Wertpapierpositionen enthält.

Der SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF investiert in Aktien mit Fokus Welt. Die Dividendenerträge im Fonds werden reinvestiert (thesauriert).

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,40% p.a.. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds durch eine Auswahl der Indexbestandteile nachgebildet (Sampling Verfahren). Der SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF hat ein Fondsvolumen von 342 Mio. Euro. Der ETF ist älter als 5 Jahre und in Irland aufgelegt.

Es gibt 7 ETF Sparplan-Angebot(e) bei Online Brokern für den SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF.

Immobilien: Amundi ETF FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF DR (WKN A2ATZC)

Der Amundi ETF FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF DR investiert in Real Estate Investment Trusts (REITs) mit Fokus Welt. Die Dividendenerträge im Fonds werden reinvestiert (thesauriert).

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,24% p.a.. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds durch Erwerb der Indexbestandteile nachgebildet (Vollständige Replikation). Der Amundi ETF FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF DR hat ein Fondsvolumen von 309 Mio. Euro. Der ETF ist älter als 3 Jahre und in Luxemburg aufgelegt.

Es gibt 3 ETF Sparplan-Angebot(e) bei Online Brokern für den Amundi ETF FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF DR.

Rohstoffe: Lyxor Commodities Refinitiv/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF – Acc (WKN LYX0Z2)

Der Refinitiv/CoreCommodity CRB Index ist ein breiter Rohstoff Index, der Zugang zu 19 Rohstoffen bietet. Abhängig von ihrer Liquidität werden bei diesem Index die Rohstoffe in vier Gruppen eingeteilt und innerhalb derer gleichgewichtet.

Der Lyxor Commodities Refinitiv/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF – Acc investiert in einen Rohstoff-Korb, welcher breiten Zugang zu verschiedenen Rohstoffen liefert.

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,35% p.a.. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds synthetisch durch Finanz-Tauschgeschäfte (Swaps) nachgebildet. Der Lyxor Commodities Refinitiv/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF – Acc ist ein sehr großer ETF mit 1.047 Mio. Euro Fondsvolumen. Der ETF ist älter als 5 Jahre und in Luxemburg aufgelegt.

Es gibt 11 ETF Sparplan-Angebot(e) bei Online Brokern für den Lyxor Commodities Refinitiv/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF – Acc.

Ergänzende Möglichkeiten

Wer größere Summen anzulegen hat, kann überlegen, ob er die Risikostreuung seines Portfolios weiter ausdifferenzieren möchte. So könnte er u. a. in Hochzinsanleihen (High-Yield), Staatsanleihen von Emerging-Markets-Ländern und zusätzlich in globale dividendenstarke Aktien investieren.

Globale High-Yield Anleihen

Erfahrene und fortgeschrittene ETF-Anleger, die zusätzlich zu einem Basis-Weltanleihen-ETF ihre Anlagechancen und -risiken weiter diversifizieren möchten, können ETFs mit High-Yield-Unternehmensanleihen in US-Dollar bzw. Euro hinzunehmen. High-Yield ist gleichbedeutend mit Non-Investment-Grade. Ins Deutsche übertragen bedeutet dies „hohe Rendite“ bzw. eine „schlechte Kreditwürdigkeit“.

Beispiel:

iShares USD High Yield Corporate Bond UCITS ETF USD (Dist) (WKN A1H5UN)

Der iBoxx® USD Liquid High Yield Capped Index bietet Zugang zu den liquidesten in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen mit einem Rating unterhalb Investment Grade.

Globale Staatsanleihen Emerging Markets

Emerging Markets

Du könntest ETFs mit Staatsanleihen aus allen Schwellenländern hinzunehmen. Das bedeutet, diese ETFs enthalten auch Länder, die nur über eine schlechte Kreditqualität verfügen.

Beispiel:

Vanguard USD Emerging Markets Government Bond UCITS ETF Distributing (WKN A143JQ)

Der Bloomberg Barclays EM USD Sovereign + Quasi-Sov Index bietet Zugang zu auf US-Dollar lautenden Anleihen aus Schwellenländern, die von Regierungen und halbstaatlichen Organisationen emittiert wurden. Der Index beinhaltet alle Laufzeiten. Rating: Gemischt.

Globale dividendenstarke Aktien

Neben Kurssteigerungen sind Dividendenausschüttungen eine weitere Einkommensquelle für Aktionäre. So gibt es u. a. spezielle ETFs mit den 100 dividendenstärksten Aktien sowohl für die Emerging Markets als auch für Industrieländer.

Beispiel:

iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) (WKN A0F5UH)

Der STOXX® Global Select Dividend 100 Index bildet die Wertentwicklung der 100 Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite in Europa, Amerika und in Asien ab.

Depot: Die richtige Online-Bank finden

Depot

Als ETF-Anleger benötigst du eine leistungsstarke Online- bzw. Direktbank zur Depotverwahrung deiner ETF-Anteile.

Die Online-Bank sollte nur geringe Entgelte für ein Wertpapierdepot berechnen. Außerdem sollten die Kosten für Wertpapiertransaktionen in Form von Einmalanlagen und Sparplänen möglichst nicht mehr als 0,3 Prozent vom Kurswert jedes Anlagebetrags ausmachen.

Zusätzlich sollte die Direktbank den ETF-Handel auf Xetra anbieten, weil andere Börsen und Handelssysteme ihre ETF-Kurse immer nur in Anlehnung an den Xetra-Handel in Frankfurt stellen. Die Xetra ist der größte Handelsplatz für ETFs in Europa. Anleger finden hier alle wesentlichen Indexfonds und können sich aufgrund der enormen Liquidität auf eine sehr hohe Ausführungsqualität verlassen.

Infrage kommen deshalb u. a. folgende Banken:

  • Scalable Capital Broker
  • flatex
  • comdirect
  • Consorsbank oder
  • Smartbroker.

10000 Euro anlegen: Mit welcher Rendite kannst du rechnen?

Die Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere gehen gegen null und weltweit gibt es mehr Geld als lukrative Investitionsmöglichkeiten. Deshalb werden Aktien weiter nachgefragt werden, was die Kurse weiter nach oben treiben wird. Auch, wenn es jederzeit zu Rückschlägen an den Börsen dieser Welt kommen kann, die jedoch nur von kurzer Dauer sein werden.

Mit Aktien ließen sich in den vergangenen 120 Jahren – im Vergleich zu anderen Anlageklassen – mit Abstand die höchsten Renditen erzielen. Das geht aus dem „Global Investment Returns Yearbook“ der Credit Suisse hervor, für das die Schweizer Bank die Finanzmärkte in 23 Ländern und weltweit seit 1900 untersucht hat. In allen untersuchten Staaten entwickelten sich Aktien in dem Zeitraum besser als Anleihen, Schatzwechsel wie Geldmarktpapiere und die Inflation.

Internationale Aktien haben demnach in vergangenen 120 Jahren eine annualisierte, reale, also inflationsbereinigte, Rendite von 5,2 Prozent pro Jahr erzielt. Damit schlagen sie Anleihen (2 Prozent) und Geldmarktpapiere (0,8 Prozent) deutlich.

Mit einer Realrendite von 7,6 Prozent lief es am internationalen Aktienmarkt in den vergangenen zehn Jahren besonders gut. Anleihen erzielten in diesem Zeitraum eine reale Rendite von 3,6 Prozent.

Renditen verschiedener Anlageklassen

 

Quelle: Hannah Dudeck: CREDIT-SUISSE-STUDIE: Welche Rendite Aktien seit 1900 erzielt haben, in: Das Investement, 27.02.2020.

Fazit: So kann man sinnvoll 10000 Euro anlegen

Durch ETFs ist Geld anlegen heute einfacher und kostengünstiger geworden. Beispielsweise fällt bei einem ETF kein Ausgabeaufschlag an, so wie er bei aktiv gemanagten Fonds üblich ist.

Um 10.000 Euro anzulegen, benötigt man lediglich einen globalen Anleihen und einen globalen Aktien-ETF, die man ggfs. noch ergänzen kann.

So, wie hier beschrieben, kann man nicht nur bedenkenlos 10000 Euro anlegen, sondern auch Beträge bis 100.000 Euro. Dabei können erfahrene Anleger dann ihr Portfolio weiter ausdifferenzieren, um das Risiko noch besser zu streuen.

Je länger der Anlagehorizont – mindestens 10 bis 15 Jahre – desto besser bzw. umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass Aktien auf lange Sicht steigen werden und du deutlich mehr Rendite als auf dem Sparbuch erzielen wirst.

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