Anlagestrategie Buy and Hold: Damit wurde Warren Buffet erfolgreich

Lesedauer 4 Minuten

Die Anlagestrategie Buy and Hold ist die einzige Strategie, die wirklich funktioniert, weil sie konsequent Kosten minimiert. Aktive Anlagestrategien verursachen im Gegensatz dazu hohe Tradingkosten. Auch Warren Buffet praktiziert erfolgreich Buy and Hold.

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Buffet setzt auf die Anlagestrategie Buy and Hold

Anlagestrategie Buy and hold

Warren Buffet ist der erfolgreichste Anleger unserer Zeit.

Sein Erfolgsrezept lautet vereinfacht:

Kaufe unterbewertete Aktien und halte diese sehr lange.

Irgendwann erkennt der Markt den wahren Wert dieser Aktien und die Kurse ziehen an.

Indexing – das Investieren mittels passiver Indexfonds – hat mit dieser Strategie gemeinsam, dass die einmal gekaufen ETFs sehr lange gehalten werden.

Also die Anlagestrategie Buy and Hold.

Man stellt sich ein Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen zusammen, investiert einmalig oder laufend mittels eines ETF-Sparplans und hält seine ETFs über 10, 20 oder 30 Jahre im Depot.

Häufiges „Rein und Raus“ wird dabei konsequent vermieden und die Kosten der Geldanlage so radikal minimiert.

Aktive Fonds haben ihre besten Zeiten hinter sich

Der Gedanke des passiven Investierens in Indexfonds setzt sich immer mehr durch.

Und das geht eindeutig zu Lasten aktiv gemanagter Fonds.

Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass klassische Investmentfonds einfach zu teuer sind und Fondsmanager in der Mehrzahl nicht ihr selbstgestecktes Ziel erreichen, den Referenzindex dauerhaft zu schlagen.

So ist die Rendite aktiver Fonds nach Kosten und Steuern oft schlechter als die von Indexfonds.

Diese schneiden stets so ab wie ihr zugrundeliegender Index abzüglich der jährlichen Verwaltungskosten in Höhe von durchschnittlich 0,34 Prozent.

Aktive Fonds kosten dagegen im Schnitt 1,73 Prozent p. a. an Verwaltungsgebühr, einen Ausgabeaufschlag und zusätzlich oft noch eine Erfolgsbeteiligung.

Aktive Anlagestrategien haben hohe Kosten

Während weder die Erträge von klassischen Investmentfonds noch von ETFs vorhersehbar sind, stellen ihre Kosten eine feste Größe dar, die Anleger im Blick haben sollten.

Da Banker und Finanzberater an ETFs nur wenig verdienen, haben viele Filialbanken gar keine ETF-Sparpläne im Angebot.

Und beraten auch nicht aktiv auf ein Investment in ETFs.

Statt dessen kassieren sie nach wie vor gerne den Ausgabeaufschlag für aktiv gemanagte Fonds.

Deshalb sind börsengehandelte Indexfonds (ETFs) bisher vor allem eine Domäne der Direktbanken im Internet.

Die Anlagestrategie Buy and Hold ist die einzige Strategie, die wirklich funktioniert

Die Anlagestrategie Buy and hold funktioniert wirklich

Es gibt zahlreiche aktive Anlagestrategien, die eines gemeinsam haben:

Ihr Erfolg ist fraglich, doch ihre Kosten sind erstens enorm und zweitens garantiert.

Dabei kommen diese Kosten vor allem in Form von Transaktionskosten den Banken zugute, die bei jedem Trade ihre Provisionen einkassieren.

Doch weder Fondspicking noch Market-Timing funktionieren wirklich zuverlässig.

So wissen auch sogenannte Experten nie, ob es morgen an der Börse aufwärts gehen wird oder aber abwärts.

Und dieses Nicht-Wissen gilt erst recht für längere Perioden.

Woher sollen Anleger dann wissen, ob es jetzt Zeit für einen Ausstieg und wann für einen Einstieg an der Börse ist?

Die einzige Börsenstrategie, die nachweislich erfolgreich funktioniert, ist Indexing auf der Basis von Buy and Hold.

Investments in ETFs sind erstens kostengünstig und zweitens erreicht man so annähernd die Marktrendite.

Und dadurch, dass die Indexfonds sehr lange gehalten werden, vermeiden Anleger überflüssige Transaktionskosten.

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Der eingebaute Steuervorteil der Anlagestrategie Buy and Hold

Der Steuervorteil der Anlagestrategie Buy and Hold

Zusätzlich hat Buy & Hold einen eingebauten Steuervorteil.

Die Abgeltungssteuer wird erst beim Verkauf am Ende der langjährigen Haltedauer fällig.

Daraus ergibt sich ein Steuerstundungseffekt, der renditemäßig positiv zu Buche schlägt.

Im Gegensatz dazu fällt die Abgeltungssteuer bei aktiven Anlagestrategien wesentlich eher an.

Außerdem kann bei Buy & Hold der Zinseszinseffekt in Ruhe arbeiten und sorgt für eine expontielle Steigerung der Erträge im Zeitablauf.

Fazit

Die Anlagestrategie Buy and Hold mit Sparplänen umsetzen

Aktive Anlagestrategien führen stets zu hohen Transaktionskosten, aber längst nicht immer zu den erhofften Erträgen.

Mit Buy and Hold minimieren Anleger dagegen ihre Kosten und erreichen nahezu die Marktrendite.

Dazu ist es nur erforderlich, die Investments einmalig oder laufend (ETF-Sparpläne) zu tätigen und dann über einen langen Zeitraum zu halten.

Derzeit machen nach Expertenschätzungen passive Investments in börsengehandelte Indexfonds etwa 10 Prozent des an die Börse fließenden Kapitals aus.

Doch der Siegeszug der ETFs ist nicht aufzuhalten, da ihre Vorteile einfach zu offensichtlich sind.

Auch, wenn es Bankern und Finanzberatern wenig gefällt, da sie an Indexfonds wesentlich weniger verdienen als an klassischen Investmentfonds.

Insgesamt sind vor allem ETF-Sparpläne der Anlagetrend unserer Zeit und die Zukunft der Geldanlage für Privatanleger.

Deren Anzahl ist zuletzt rapide angestiegen und wird noch weiter ansteigen, da immer mehr Privatanleger deren Vorteile erkennen, denen kaum Nachteile gegenüberstehen..

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2 Gedanken zu „Anlagestrategie Buy and Hold: Damit wurde Warren Buffet erfolgreich“

  1. Mm.. das ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Erstens hat Buffett nicht direkt durch Buy and Hold sein Geld verdient. Das war sehr viel komplexer am Anfang und auch heute noch. Kein Normalbürger kann das durch einfacher kaufen und halten nachahmen. Zumal Buffett, wenn man sich sein Depot mal ansieht, nur bedingt Diversifiziert. Die meisten seiner Beteiligungen sind unwichtig, wenn man sie im Vergleich zu seinen wenigen großen Broken sieht.

    Zweitens gibt es bei ETFs keinen wirklichen Steuervorteil mehr, weil Herr Scholz hier eine Vorabsteuer eingeführt hat. Es werden Gewinne bei ETFs versteuert, die es noch nicht gibt. Dies könnte man umgehen, indem man sich den ETF selber zusammenbaut. Das treibt natürlich die Kosten schnell nach oben.

    Antworten
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