Kings of Crypto – Wie ein Start-up die Wall Street erschüttert(e)

Lesedauer 3 Minuten

 

Bitcoin ist eine Kryptowährung, aber auch eine Technologie, die zu Beginn einschüchternd und schwierig zu verstehen sein kann.

Der Autor Jeff John Roberts zeichnet in seinem Buch Kings of Crypto – Wie ein Start-up mit Bitcoin und Co. die Wall Street erschüttert(e) die spannende Geschichte von Coinbase und seinem Gründer Brian Armstrong nach, dass sich im Laufe einer Dekade von einem Start-up zu einer der größten Kryptobörsen weltweit entwickelt hat. Mittlerweile hat Coinbase auch eine BaFin-Zulassung und  den deutschen Markt erobert.

Dabei hat Coinbase sehr unterschiedliche Phasen in der Unternehmensentwicklung durchlaufen und bedingt durch die sehr volatile Kursentwicklung von Bitcoin und Co. manche Durststrecke überwinden müssen. Trotzdem ist Brian Armstrong wie viele, die frühzeitig in Bitcoin investiert haben, mittlerweile Milliardär.

Der Aufbau des Buches

Das Buch besteht aus drei Teilen.

Teil EINS

In Teil Eins geht es um die Gründung des Unternehmens, die Anfangsphase in einer Mietwohnung und den Bürgerkrieg innerhalb der Bitcoin-Gemeinde, bei dem es um eine Änderung des ursprünglichen Programmcodes von Bitcoin ging, um der stark wachsenden Anzahl an Transaktionen mehr Geschwindigkeit zu verleihen. Armstrongs Geschäftsidee bestand ursprünglich darin, den Kauf der digitalen Währung Bitcoin – der bis dato eher etwas für Technik-Nerds gewesen war – stark zu vereinfachen, um es potenziellen Käufern leicht zu machen, in Bitcoin zu investieren. Wäre der Kauf einer Kryptowährung so einfach wie der Kauf von ein Paar Sandalen im Internet, würde die Nachfrage nach Bitcoin und Co. massiv steigen, so seine feste Überzeugung.

Teil Zwei

Teil Zwei befasst sich mit der Entwicklung vom Boom bis hin zur Blase und dann bis zum Absturz.  Nach und nach kamen weitere Krytowährungen wie u. a. Ethereum auf den Markt und Coinbase wusste nicht so recht, wie es darauf reagieren sollte.  Bisher war das Privatkundengeschäft das Brot- und Buttergeschäft von Coinbase gewesen , doch wollte das Unternehmen u. a. auch den Markt der wohlhabenden Händler, der sogenannten „Wale“, erschließen.  Denn zunehmend wagten sich auch Hedgefonds  und andere Wall-Street-Akteure vorsichtig in die Kryptowelt vor.  Am 17. Dezember 2017 kratzte Bitcoin an der 20.000 Dollarmarke. Die halbe Welt, so schien es, stieg in der Kryptomarkt ein. Und für viele dieser Newcomer hieß die erste Station Coinbase.  Doch kurz darauf gerieten alle Kryptowährungen in einen Abwärtsstrudel.  Und Coinbase steckte mitten in einer Krise: In einem Sumpf aus technischen Problemen und unzufriedenen Kunden.

Teil Drei

Dann kam der Kryptowinter, in dem manche Experten den Bitcoin für endgültig tot erklärten, denn am 15. Dezember 2018 fiel der Kurs auf 3.200 Dollar ab. Doch die Pessimisten sollten nicht Recht behalten.  Um diesen Kryptowinter und  die Zukunft der  Kryptowährungen geht es in im dritten und letzten Teil des vorliegenden Buches. Mitte 2019 war Bitcoin wieder der unangefochtene König der Kryptowährungen und wir wissen ja, dass er am 21.11.2021 – nach Redaktionsschluss des Buches – ein neues All Time High von 69.045 Dollar erreicht hat. Ein Kapitel über die Zukunft der Finanzwelt, die aus einer Annäherung der von der innovationsfreundlichen Philosophie eines typische Silicon-Valley Unternehmens geprägten Kryptobörse Coinbase und klassischen eher konservativen Finanzunternehmen der Wall Street wie JP Morgan bestehen könnte, beschließt das vorliegende Buch.

Was uns bezüglich Kryptowährungen erwartet

„Wenn man eine neue Technologie etablieren möchte, die auf Netzwerkeffekten beruht, ist der Start am Schwierigsten, und Kryptowährungen scheinen diese anfängliche Trägheit überwunden zu haben.

Die nächsten 20 Jahre werden uns wahrscheinlich – so wie vorher das Internet – mit Entwicklungen überraschen, die niemand vorhersagen kann“, so der Coinbase – Mitgründer Fred Ehrsam.

Wie es sich liest

Das vorliegende Buch liest sich ziemlich spannend. Der Autor hat scharfsinnig beobachtet und sehr gründlich recherchiert. Da ich mich sehr für Bitcoin und Co. interessiere, habe ich es förmlich verschlungen. Zumal man viel über die Entstehung, das Wesen und die Entwicklung von Bitcoin lernen kann.

Aber auch die verschiedenen Entwicklungsphasen von Coinbase und seinem CEO Brian Armstrong, der im Laufe der Jahre einige Lernprozesse durchlaufen musste, um das Unternehmen letztlich erfolgreich durch alle Krisen zu führen, hat mich fasziniert. Wie er sich von einem Computer-Nerd, der am liebsten mit Kopfhörern programmierte, zu einer echten Führungskraft weiterentwickelte.

Wo man es kaufen kann

Kings of Crypto

Jeff John Roberts: Kings of Crypto – Wie ein Start-up mit Bitcoin und Co. die Wall Street erschüttert(e), Börsenbuchverlag, 2022, 246 Seiten, 24,90 EUR. Erhältlich im Buchhandel und online u. a. bei Thalia und Amazon.

Über den Autor

Jeff John Roberts ist Experte für Kryptowährungen. Seit 2013 berichtet er über Blockchain-Technologie und Kryptowährungen und führt regelmäßig Interwies mit den einflussreichsten Persönlichkeiten dieser Branche. Er ist seit 2021 geschäftsführender Redakteur von Decrypt, einer beliebten Krypto-Website.

Roberts war jahrelang Journalist des Magazins Fortune, wo er u. a. über Themen wie Fintech und Blockchain berichtete. Seine Artikel sind unter anderem in Businessweek und der New York Times erschienen. Außerdem hat er für Reuters, The Economist und zahlreiche weitere bekannte Publikationen geschrieben.

 

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