Diversifikation: Wie du das Risiko deiner Geldanlagen richtig diversifizierst

Lesedauer 6 Minuten

Diversifikation senkt das Anlagerisiko. Spätestens seit der Portfoliotheorie wissen Investoren, dass man seine Anlage über verschiedene Anlageklassen diversifizieren sollte, um das Risiko seines Portfolios zu senken und die Sicherheit zu erhöhen.

Früher stand an dieser Stelle ein Inhaltsverzeichnis bzw. eine Übersicht, doch diese sind einer zu großen Anzahl an Plugins auf meinem Blog und einer damit verbundenen Beeinträchtigung der Ladezeit meiner Website zum Opfer gefallen.

Definitionen von Diversifikation

Diversifikation

Diversifikation bedeutet, das Risiko über verschiedene Anlageklassen zu streuen. Das ist die sogenannte horizontale Diversifikation.

Vertikale Diversifikation bedeutet dagegen, das Risiko seines Vermögens innerhalb einer Anlageklasse zu streuen.

Diversifikation und Risikostreung sind übrigens Synonyme.

Damit reduziert man insgesamt das Risiko seines Portfolios, nicht aber seine Ertragschancen.

Warum du deine Anlagen diversifizieren solltest

Bis zu 90 Prozent der Rendite eines Portfolios resultieren aus einer Diversifikation über verschiedene Anlageklassen.

Nur ca. 10 Prozent der Rendite resultieren aus einer Streuung innerhalb einer Anlageklasse.

Das wissen wir spätetstens seit der modernen Portfoliotheorie.

Die Portfoliotheorie als theoretische Basis

Portfoliotheorie

Die moderne Portfoliotheorie liefert die theoretische Basis für das richtige Maß an Risikostreuung. Gut diversifiziert senken Anleger ihr Risiko ohne gleichzeitig ihre Ertragschancen zu schmälern.

Entwickelt hat die Portfoliotheorie Harry M. Markowitz aus den Vereinigten Staaten von Amerika und er erhielt sogar den Wirtschaftsnobelpreis für seine Forschungen.

Die richtige Diversifikation mit Indexfonds

Risikostreuung

Wer in börsengehandelte Indexfonds investiert, hat von vornherein eine gewisse Diversifikation seiner Wertpapiere inklusive.

Denn Exchange Traded Funds (ETFs) bilden jeweils einen bestimmten Börsenindex 1 : 1 nach.

Und in einem MSCI World Index befinden sich rund 1.600 verschiedene Aktien aus 23 Industrienationen.

Daher eignen sich ETFs ganz hervorragend für eine optimale Risikostreuung seiner Geldanlagen. Mehr Werte reduzieren die Unsicherheit und damit das Risiko.

Welche Anlageklassen für eine Diversifikation in Frage kommen

Anlageklassen

In der Wirtschaft ist man stets an einer Begrenzung des Risikos interessiert. Das gilt auch für jede Produktionsstufe und alle Richtungen im Bereich der Geldanlage. Alles steht auf dem Prüfstand im Unternehmen und neue Inhalte jeglicher Arten sollen die Unsicherheit von Entscheidungen reduzieren.

Für eine optimale Diversifikation kommen vor allem bankübliche Assetklassen in Frage:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Geldmarkt.

Aktien als stärkste Assetklasse

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, die dividendenberechtigt sind. Damit kann man einmal von Kurssteigerungen profitieren und zum anderen von Dividenden, den Anteilen am Gewinn einer Aktie des jeweiligen Unternehmens.

Anleihen als Sicherheitskomponente

Bei einer Anleihe leiht man einem Staat oder einer Unternehmung Geld für eine bestimmte Zeit und erhält dafür einen Zins.

Immobilien

Man muss keine immobilie kaufen, um vom Immobilienboom zu profitieren. Da reichen auch sogennate REITs, Real Estate Investment Trusts, kurz Immobilien ETFs.

Rohstoffe

Dazu gehören u. a. Edelmetalle, Industriemetalle, Agrarprodukte, Viehwirtschaft und Energie (Öl und Gas etc.).

Geldmarkt

Das sind Rentenkurzläufer mit einer Laufzeit bis zu 18 Monaten.

Mit einem ETF Portfolio richtig diversifiziert

Mit einer Kombination verschiedener ETFs über verschiedene Anlageklassen hinweg bist du nahezu optimal diversifiziert.

Da Aktien in den letzten 150 Jahren die stärkste Anlageklasse waren, sollte ein Weltaktien ETF die Basis deines Portfolios sein.

Richtig diversifiziert Vermögen bilden

So kannst du langfristig Vermögen bilden und eine private Altersvorsorge aufbauen. Schließlich muss jeder heute daran denken, der (noch) nicht finanziell unabhängig ist.

Aktive vs. passive Anlagestrategien im Vergleich

Klassische Investmentfonds – also Fonds mit einem Fondsmanager – wollen den Markt stets schlagen.

Man nennt sie auch aktiv gemanagte Fonds. Sie verfolgen jeweils eine bestimmte Anlagestrategie und der jeweilige Fondsmanager entscheidet, welche Wertpapiere dieser Fonds kauft. Doch langfristig schaffen es nur etwa 10 % dieser Fonds, den Markt dauerhaft zu schlagen. Und diese Fonds sind nicht im Vorhinein identifizierbar.

Vielleicht besitzen diese Fonds Vorteile, wenn es um neue Märkte geht, in denen Fondsmanagern durch ihre Anwesenheit vor Ort Informationen zur Verfügung stehen, über die passive Fonds nicht verfügen.

Mit passivem Investieren über dem Durchschnitt aller Anleger abschneiden

Passiv investieren

Mit passivem Investieren sowie Buy and Hold wirst du voraussichlich über dem Durchschnitt aller Anleger abschneiden.

Denn die meisten Investoren legen aktiv an, was bedeutet, dass sie den Markt schlagen möchten.

Doch meist heißt es, außer Spesen nichts gewesen und aufgrund der höheren Kosten aktiven Investierens schneiden aktive Anleger oft unterdurchschnittlich ab. Während passive Investoren die jeweilige Marktrendite einfahren und damit über dem Durchschnitt aller Investoren abschneiden.

Die Anlagestrategie Buy and Hold

Um sein Portfolio gut zu diversifizieren, eignet sich die Anlagestrategie Buy and Hold, mit der langfristig echte Werte geschaffen werden.

Wertpapiere werden nur einmal gekauft und dann langfristig im Portfolio gehalten, ganz ohne zwischendurch zu traden. Schon eine alte Börsenweisheit sagt:

„Hin und her macht Taschen leer.“

Diversifikation der Kapitalanlagen durch neue Produkte

Laufend kommen neue Indexfonds auf den Markt. An der Frankfurter Börse werden mittlerweile über 1.600 Exchange Traded Products gehandelt und weltweit sind es über 7.000.

Manch einer erinnert noch, dass das Thema ETF im Jahr 2000 mit gerade einmal zwei Indexfonds in Deutschland begann.

Dabei werden immer wieder ETFs zu neuen Themen aufgelegt, wie z. B. erneuerbare Energien, die Blockchain oder Bitcoin.

Dabei gibt es auch ETFs zu verschiedenen Megatrends. Die ETF Anbieter sind hier sehr aktiv und kreieren laufend neue Produkte.

So erfolgt permanent eine Diversifizierung des ETF Angebots.

Risiken durch mangelnde Diversifikation

Wer z. B. Einzelaktien im Depot hält, ist oft nicht hinreichend diversifiziert. Das gilt vor allem für Privatanleger, die oft gerade einmal fünf bis zehn verschiedene Aktien halten.

Schließlich führt mangelnde Diversifizierung zum Beispiel zu steigender Volatilität. Das heißt, die Schwankungsbreite der Geldanlage ist hoch.

Mit einer so geringen Anzahl an Aktien bleiben deine Investitionen unzureichend diversifiziert. Da würde sich eine Erweiterung des Portfolio um den einen oder anderen Indexfonds anbieten und so eine Steigerung der Diversifizierung erfolgen.

Wie Anleger ihre Rendite durch Diversifikation mittels einer Core-Satellite-Strategie steigern können

Diversifikation mit der Core-Satellite-Strategie

Dabei könnte ein Weltaktienindex die Basis (Core) sein und z. B. verschiedene Themen- oder Länder-ETFs die Satelliten.

Dazu muss man nur verschiedene ETF Megatrends aufgreifen, wie z. B. erneuerbare Energien, die Blockchain oder Bitcoin ETF, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Sicherheit der Investition durch Diversifikation erhöhen

Wenn du deine Diversifikationen im Portfolio hochfährst, erhöhst du gleichzeitig die Sicherheit deiner Geldanlagen und reduzierst die Volatilität deiner Wertpapiere.

Diversifikation – die Definition im allgemeinen Sprachgebrauch ist Risikostreuung – sichert die Erträge bei gesunkenem Risiko. Es ist daher nicht notwendig, unnötige Risiken einzugehen.

Fazit: Diversifikation sichert die Rendite bei niedrigerem Risiko

Diversifikation

Eine Verteilung deiner Anlagen auf verschiedene Anlageklassen bewirkt eine horizontale Diversifikation, also eine Streuung des Risikos, ohne gleichzeitig die Renditeerwartungen zu senken.

Bis zu 90 Prozent der Rendite beruht auf der Aufteilung auf verschiedene Assetklassen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Immobilien etc. und nur ca. 10 Prozent auf Diversifikation innerhalb einer Assetklasse.

Deshalb ist eine Ausweitung der Diversifikation in der Regel sinnvoll. Dies zeigen viele Beispiele aus der Vermögensverwaltungspraxis.

Diversifikation bei der Geldanlage: Diese Form der Anlage hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Der Begriff Risikostreuung hat eine enorme Bedeutung erhalten.

Wie jede Unternehmung neue Produkte auf neue Märkte bringen muss, müssen Anleger ihre Geldanlagen gut diversifizieren.

Ausweitungen des Leistungsprogramms, die im Zusammenhang stehen mit der Einführung neuer Produkte, erhöhen die Diversifikation des Risikos, von einzelnen Produkten abhängig zu werden.

Wie denkst du über Diversifikation? Teile mir deine Meinung zum Beispiel in einer e mail an [email protected] mit oder hinterlasse hier einen Kommentar.

Obwohl ich mir bei der Produktion dieses Artikels viel Mühe gemacht habe, kann ich Fehler nicht völlig ausschließen.

Wann startest du deinen ersten Sparplan – am besten mit einem ETF auf einen Weltaktienindex und diversifizierst von vornherein dein Risiko?

Inhalte werden geladen

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.