Geldanlage für Kinder: Wie es mit ETFs geht

Lesedauer 8 Minuten

Viele Eltern wollen ihren Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen. Auch finanziell. Geldanlage für Kinder hat deshalb einen hohen Stellenwert. Doch welcher Sparplan ist wirklich sinnvoll?

Warum Eltern Geldanlage für Kinder betreiben

Eltern wollen ihren Kindern stets einen guten Start ins Leben ermöglichen:

Da ist zum einen die Ausbildung der Kinder, die – was ein Studium angeht – sehr ins Geld gehen kann.

Heute kann niemand voraussehen, ob in ca. 18 Jahren ein Studium noch kostenlos ist oder ob dann Studiengebühren anfallen.

So müssen im Falle eines Studiums u. a. zumindest der

  • Lebensunterhalt,
  • Miete und oft
  • teure Bücher

finanziert werden.

Da braucht es schon mindestens einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Deshalb ist frühzeitige Geldanlage für Kinder sehr wichtig.

Der Führerschein wird jedoch in Zukunft keine große Rolle mehr spielen, weil es dann wohl selbstfahrende Autos gibt, die von keinem Menschen mehr gelenkt werden müssen.

Ein  anderes wichtiges Thema ist private Altersvorsorge.

Zwar weiß kein Mensch, wie es um die gesetzliche Rente in 60 bis 70 Jahren bestellt sein wird, doch vermutlich wird auch dann das Thema private Altersvorsorge eine wichtige Rolle spielen.

Wenn die Eltern bei der Geburt eines Kindes z. B. einen ETF-Sparplan mit 150 EUR pro Monat starten, ist nach 18 Jahren bei einer durchschnittlichen Wertentwicklung von 6 Prozent p. a. ein Kapital von ca. 57.430 EUR vorhanden.

Über das Kapital können die Kinder dann verfügen oder den Sparplan weiterführen:

Nach weiteren 50 Jahren – also im Alter von 68 – sind unter gleichen Bedingungen dann voraussichtlich 1.597.608,96 EUR verfügbar.

Damit wird Altersarmut wohl eher kein Thema sein.

Wer für die Kinder spart

Zunächst sind da die Eltern, die das Kindergeld vielleicht verzinslich anlegen wollen.

Und dann gibt es die nahen Verwandten, wie

  • Großeltern,
  • Onkel und Tanten sowie
  • Taufpaten,

die oft zum Geburtstag des Kindes und zu Weihnachten einen Geldbetrag schenken, den die Eltern dann in diesen Sparplan einzahlen könnten.

Deshalb ist es wichtig, dass bei einer Geldanlage für Kinder auch jederzeit Zuzahlungen etc. möglich sind.

Möglichkeiten der Geldanlage für Kinder

Geldanlage für Kinder mit dem Kindergeld

Noch immer schenken Großeltern und Eltern den Jüngsten Sparbücher oder auch Bausparverträge.

Zwar ist gegen diese sicheren Anlageformen grundsätzlich nichts einzuwenden, doch lassen Anleger sich auf diese Weise Chancen entgehen.

Während man die Sicherheit bei Sparbüchern mit Mini-Zinsen erkaufen muss, fallen bei Bausparverträgen Abschlussgebühren an, die die Sparsumme von vornherein verringern.

Vor allem langfristig kommt dies durch den Zinseszinseffekt zum Tragen, wenn schon zu Beginn des Sparzeitraums ein Prozent der Sparsumme fehlt.

Wer für Kinder derzeit mit Sparbüchern vorsorgt, schafft es noch nicht einmal, die Inflation auszugleichen.

Und die Chance, die ein langer Anlagehorizont von bis zu 18 Jahren bietet, wird so leichtfertig vertan.

Dann gibt es noch die klassische Ausbildungsversicherung, die nichts anderes als eine kapitalbildende Lebensversicherung ist.

Doch bei einem aktuellen Rechnungszins von 0,9 Prozent p. a. und unter Berücksichtigung der Inflation ist auch das keine ernsthafte Alternative.

Zumal die Kosten hier nicht unerheblich sind in Form von Abschluss- und Verwaltungsgebühren.

Auch wenn Lebensversicherungen früher der Deutschen liebste Geldanlage waren.

Kommen wir nun zu moderneren Geldanlageinstrumenten für die Geldanlage für Kinder:

Geldanlage für Kinder mit einem ETF-Sparplan

Zum Beispiel einem ETF-Sparplan.

Bei einem Sparplan investiert ein ETF-Investor in börsengehandelte Indexfonds, angelsächsisch Exchange Traded Funds oder kurz ETFs genannt.

Das sind Fonds, die jeweils einen bestimmten Börsenindex nachbilden und folgende Vorteile haben.

Sie sind

  • einfach zu verstehen
  • sehr transparent und
  • voll und ganz flexibel.

Dazu kommt noch der wichtige Punkt, dass sie sehr kostengünstig sind.

Denn merke:

Die Rendite einer Geldanlage kannst du in der Regel nicht beeinflussen, wohl aber deren Kosten.

Und niedrige Kosten wirken sich unmittelbar auf die Nettorendite einer Geldanlage aus:

Sie steigt bei gegebener Rendite und niedrigeren Kosten an.

Und das gilt auch bei der Geldanlage für Kinder.

Darüber hinaus hat ein ETF-Sparplan folgende Vorteile:

Man kann jederzeit seine Sparrate anpassen, wobei nur die Mindestsparrate zu beachten ist, die bei einigen Brokern 25 EUR pro Sparplan und Monat beträgt und bei anderen 50 EUR.

Bei Bedarf kann so ein Sparplan jedoch auch ausgesetzt werden, wenn das Geld vielleicht einmal knapp ist (zum Beispiel bei einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit).

Und man kann jederzeit über das angesparte Kapital verfügen, ohne irgendwelche Kündigungsfristen einhalten zu müssen.

Denn ETF-Anteile können jederzeit an der Börse ge- und verkauft werden.

So wie Aktien.

Und bei einem ETF-Sparplan gibt es die Möglichkeit, die Fonds (hier: ETFs) entweder selbst auszusuchen oder sich computergestützt beraten zu lassen (Robo-Advisor).

Als Anlageklasse kommen übrigens wegen des langen Anlagehorizonts in erster Linie Aktien infrage.

Vergleicht man das Sparbuch mit einem ETF-Sparplan, ergibt sich folgendes Bild:

Anlageform Zinssatz Sparrate pro Monat Kapital nach 18 J.
Sparbuch 1 Prozent 150 EUR 35.497,79 EUR
ETF-Sparplan 6 Prozent 150 EUR 57,438,16 EUR

Rendite nur mit Risiko

Geldanlage für Kinder mit Risiko wegen der langen Laufzeit

Eine befriedigende Rendite lässt in der heutigen Niedrigzinsphase in erster Linie mit Aktien(-ETFs) erreichen.

Dabei sollte man auf breite, international gestreute ETFs setzen.

Anregungen zur Auswahl konkreter ETFs findest du zum Beispiel hier.

So diversifiziert man sein Risiko sinnvoll.

Der Anlagezeitraum von 18 Jahren ist lang genug, um dieses Risiko bedenkenlos eingehen zu können.

Eventuelle Korrekturphasen an der Börse können dabei einfach ausgesessen werden.

Doch je nach Risikoneigung der Eltern sind auch andere Anlageklassen bzw. Mischungen verschiedener Anlageklassen möglich:

Zum Beispiel eine Mischung aus Aktien und Anleihen.

Ein sogenannter Robo-Advisor kann dich hierbei bei deiner Entscheidung unterstützen.

ETFs selber aussuchen oder Robo-Advisor einsetzen?

Wer sich mit Geldanlage mit ETFs hinreichend auskennt, kann die ETFs, in die das Kindergeld investiert werden soll, selber aussuchen.

Dabei ist u. a. auf die Risikostreuung und auf die Kosten der auszuwählenden Indexfonds zu achten.

Auch sollten hier keine ausschüttenden ETFs gewählt werden, sondern jeweils die thesaurierende – d. h. die Gewinne einbehaltende – Variante der ETFs.

Schließlich soll ja über mindestens 18 Jahre Vermögen verzinslich angesammelt werden.

Den optimalen Mix aus Sicherheit und Rendite erreichen Anlage-Profis wie gesagt seit jeher durch die Kombination von Aktien und Anleihen.

Aktien sind Unternehmensbeteiligungen, die neben Dividenden auch Kurssteigerungen versprechen.

Und Anleihen sind Schuldscheine, die jährliche Zinsen – fast wie auf dem Sparbuch  – bieten und dafür weniger stark schwanken.

Je nachdem wie man diese beiden Anlageformen kombiniert und ob man womöglich noch andere Anlageklassen, wie etwa Rohstoffe, hinzufügt, entsteht jeweils ein anderes Risikoprofil.

Auf diese Weise können Anleger vom Kapitalmarkt profitieren, ohne ihre persönlichen Vorstellungen von Risiko und Sicherheit über Bord werfen zu müssen.

Doch viele Eltern haben weder das Know-how noch die Zeit, sich dieses anzueignen und für sie ist die computerunterstützte Variante, der sogenannte Robo-Advisor, wahrscheinlich empfehlenswerter.

Das Juniordepot von VisualVest

Sparplan: Geldanlage für Kinder mit ETFs

VisualVest – eine Tochter von Union Investment – bietet Eltern die Geldanlage für das eigene Kind an.

Dabei können Eltern ein Junior-Depot auf den Namen ihres Kindes eröffnen und hierbei dessen Sparerfreibetrag in Anspruch nehmen.

Damit ist VisualVest der einzige Anbieter am deutschen Markt, der die digitale Depoteröffnung und –verwaltung im Namen des eigenen Kindes und komplett online ermöglicht.

Die für die Depoteröffnung erforderliche Identifizierung der Eltern kann bequem online per Video-Ident-Verfahren erfolgen.

Zudem können Eltern online jederzeit

  • Ein- und Auszahlungen vornehmen,
  • Sparraten anpassen oder
  • Das Depot auflösen.

VisualVest bietet breit gestreute Portfolios aus Investmentfonds für unterschiedliche Spartypen an.

Dabei können Eltern zwischen ETFs und aktiv verwalteten Fonds (VestFolio) sowie den GreenFolios aus rein nachhaltigen Investmentfonds wählen.

VisualVest hat für sieben unterschiedliche Risikoklassen insgesamt vierzehn Portfolios zusammengestellt, die sogenannten VestFolios. Davon bestehen sieben aus aktiv verwalteten Fonds und sieben aus ETFs.

Diese VestFolios sind weltweit auf verschiedene Branchen und vier verschiedene Anlageklassen – Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Geldmarkt, verteilt.

Durch die Streuung der Anlage auf diese Klassen wird das Investitionsrisiko reduziert, da Schwankungen einer Klasse durch die einer anderen ausgeglichen werden können.

Damit auch bequem und rentabel in Portfolios aus nachhaltigen Fonds investiert werden kann, gibt es zusätzlich die GreenFolios.

Die dabei zur Verfügung stehenden nachhaltigen Fonds berücksichtigen neben den klassischen Kriterien der Geldanlage zusätzlich

  • ethische,
  • soziale und
  • ökologische Aspekte.

Diese Portfolios bestehen aus bis zu acht nachhaltigen Aktien- und Anleihefonds und werden in drei unterschiedlichen Risikostufen angeboten.

Für alle drei Risikostufen gilt:

VisualVest achtet auf eine möglichst breite und globale Streuung der Investition.

Im Zuge der Depoteröffnung beantwortet ein Elternteil einfach die Fragen zu

  • Sparziel,
  • einmaligem (ab 500 EUR) und /oder regelmäßigem Sparbeitrag (ab 25 EUR) und
  • Erfahrungen mit Investmentfonds.

Wenn das Kind volljährig ist, erhält es Zugang zum Depot und kann über das Kapital verfügen oder den Sparplan weiterführen.

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Vorteile eines Junior-Depots

Steuern sparen bei der Geldanlage für Kinder

Das Junior-Depot bringt unter anderem steuerliche Vorteile mit sich.

Denn auch Kinder und Jugendliche können den Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro pro Jahr in Anspruch nehmen.

Das bedeutet, dass bis zu diesem Betrag Kapitaleinkünfte steuerfrei sind.

Es fällt in diesem Fall also keine Abgeltungssteuer an

Und auf diese Weise wird der Sparerfreibetrag der Eltern nicht durch Erträge für das Kind reduziert.

Wenn Eltern also für ihre Kinder etwas ansparen möchten, ist es sinnvoll, das Depot auf den Namen des jeweiligen Kindes zu eröffnen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Junior-Depot vollständig online eröffnet werden kann und somit der Wege zur Bank oder Post (für die Legitimation) gespart werden kann.

VisualVest ist derzeit der einzige Anbieter, der die Eröffnung und Verwaltung eines Depots für das eigene Kind komplett online anbietet.

Lediglich die erforderlichen Dokumente müssen per Post an die Union Investment Service Bank gesendet werden.

So muss für das Kind eine bankbestätigte oder notariell bzw. vom Standesamt beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde an die depotführende Partnerbank gesendet werden.

Passgenaue Anlagestrategie möglich

Sowohl die VestFolios als auch die GreenFolios stehen für unterschiedliche Risikotypen zur Verfügung.

Deshalb finden Eltern leicht eine zu ihrer persönlichen Risikoneigung passende Geldanlage.

Dabei bestimmt die jeweilige Risikoklasse, ob der Anteil an ertragreichen oder risikoärmeren Anlageklassen innerhalb eines Fonds-Portfolios überwiegt.

Die Kosten des VestFolios liegen bei 0,27 bis 0,38 Prozent pro Jahr und die Kosten der GreenFolios bei 1,16 bis 1,79 Prozent pro Jahr.

Der Kostenunterschied zwischen VestFolio und GreenFolio liegt vor allem darin, dass im GreenFolio aktiv gemangte Investmentfonds enthalten sind, da hier das Angebot an ETFs noch recht schmal ist.

Darüber hinaus  fällt eine geringe monatliche Servicegebühr in Höhe von 0,05 % vom Depotvermögen an.

Diese Gebühr wird einmal pro Jahr abgezogen – und zwar im Dezember.

Fazit: Geldanlage für Kinder mit modernen Sparformen

Sparplan: Geldanlage für Kinder früh starten

Die Freude – wenn ein Kind geboren wird – ist meist groß.

Will man für das Kind eine solide finanzielle Basis schaffen, zum Beispiel für Ausbildung bzw. Studium oder eine private Altersvorsorge, kann man unter anderem das Kindergeld regelmäßig sparen.

Oder die Zuwendungen von Opa und Oma oder Onkel und Tante.

Dabei muss man sich jedoch jeweils für eine bestimmte Sparform entscheiden:

Sparbuch, Bausparvertrag oder Ausbildungsversicherung sind nicht mehr zeitgemäß.

  1. a., weil sie zu teuer sind und / oder keine befriedigende Rendite bringen.

Doch es gibt modernere Sparformen:

Dabei kann Geldanlage für Kinder am besten mit einem Fondssparplan – zum Beispiel von VisualVest – erfolgen, der eine flexible und kostengünstige Sparform darstellt.

Dieser Anbieter ist derzeit der einzige am Markt, der einen Abschluss auf den Namen des Kindes komplett online zulässt, was für die Eltern erstens einen klaren Steuervorteil bedeutet, weil der Sparerfreibetrag des Kindes und nicht der der Eltern hierfür herangezogen wird.

Und zweitens kann der komplette Vertragsabschluss bequem von zu Hause aus erfolgen, was Zeit und lästige Laufereien erspart.

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