Passives Einkommen aufbauen: Diese Möglichkeiten gibt es

Lesedauer 7 Minuten

Wenn du ein passives Einkommen aufbauen möchtest, gibt es verschiedene Wege, die du gehen kannst. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du u. a. mit Tantiemen und Dividenden Geld verdienen kannst. Außerdem erklären wir dir, was passives Einkommen überhaupt ist und welche Vorteile es bietet.

Was ist passives Einkommen?

Passives Einkommen ist ein Geldfluss, den du für Arbeit bekommst, die du in der Vergangenheit geleistet hast. In den meisten Fällen liegt die Arbeit einige Zeit zurück. Ein passives Einkommen kann aber auch durch Erbschaften entstehen, wenn du zum Beispiel ein Vermögen erbst, das Zinsen, Mieten und / oder Dividenden abwirft.

Wie kannst du passives Einkommen aufbauen?

passives Einkommen aufbauen

Es gibt verschiedene Wege, passives Einkommen aufzubauen. In diesem Artikel zeigen wir dir folgende Möglichkeiten: Tantiemen, Dividenden, Affiliate Marketing und Mieteinnahmen.

Tantiemen

Tantiemen sind Geldbeträge, die an Künstler und Autoren ausbezahlt werden, wenn ihre Werke vervielfältigt und verbreitet werden. Beispielsweise bekommen Schriftsteller Tantiemen, wenn ihre Bücher verkauft oder als Hörbuch eingespielt werden.

Dividenden

Dividenden

Dividenden sind Ausschüttungen, die Unternehmen an ihre Aktionäre ausbezahlen. Diese Ausschüttungen werden in der Regel einmal pro Quartal gezahlt und sind abhängig von den Gewinnen des Unternehmens. Investoren können Dividenden beziehen, indem sie Aktien, Fonds oder ETFs (Exchange Traded Funds) kaufen.

Affiliate Marketing

Einnahmen aus Affiliate Marketing sind in der Regel Provisionen, die du zum Beispiel mit einem eigenen Blog erzielst, auf dem du Werbung für bestimmte Produkte machst bzw. auf dem du Produkte Dritter verkaufst.

Mieteinnahmen

Einnahmen aus vermieteten Immobilien sind ein weiterer Weg, um passives Einkommen zu erzielen.

Das sind schon vier verschiedene Wege, um Geld zu verdienen bzw. um passives Einkommen aufzubauen. Jede Möglichkeit birgt ihre spezifischen Vor- und Nachteile bzw, Risiken, die im Folgenden besprochen werden.

Welche Vorteile bietet passives Einkommen?

Passives Einkommen hat einige Vorteile gegenüber herkömmlichen Arbeitsverhältnissen. Zum einen musst du dich um passives Einkommen nicht kümmern, sobald es einmal aufgebaut ist. Zum anderen hast du mehr Freiheit und Flexibilität, da du nicht an einen bestimmten Ort oder Zeitplan gebunden bist. Während du zum Beispiel Urlaub machst und die Welt bereist, fließt dein passives Einkommen aus Dividenden für deine ETF-Anteile sowie Mieten aus deinen vermieteten Immobilien.

Einkommensquellen für passives Einkommen in Form von Tantiemen

passives Einkommen in Form von Tantiemen

Künstler, Musiker, Designer und Autoren erhalten meist sogenannte Tantieme dafür, dass sie zu einem früheren Zeitpunkt etwas geschrieben, komponiert, entworfen und veröffentlicht haben.

Tantieme basieren oft auf einem prozentualen Anteil an den Verkäufen oder der Anzahl der Abspielungen und fließen auch dann noch an den Künstler, wenn das Originalwerk bereits verkauft wurde.

Damit ein Autor oder eine Autorin Tantiemen erhält, muss er oder sie das Urheberrecht an seinem oder ihrem Werk an einen Verlag abgetreten haben, der wiederum dafür sorgt, dass die richtigen Leute bezahlt werden, wenn das Werk genutzt wird.

Passives Einkommen für Anleger mit Aktien, Fonds und ETFs

ein passives Einkommen aufbauen mit Aktien, Fonds und ETFs

Eine weitere klassische Möglichkeit, passives Einkommen zu erzielen, sind Dividenden aus Aktien, Fonds oder ETFs.

Wenn du Aktien eines Unternehmens besitzt, hast du Anspruch auf einen Anteil am Gewinn (Gewinnbeteiligung), den das Unternehmen in regelmäßigen Abständen an die Aktionäre auszahlt. Diese Zahlungen werden „Dividenden“ genannt.

Die Höhe der Dividende hängt von der Rentabilität ab und wird in der Regel einmal im Quartal ausgezahlt.

Du solltest dir jedoch bewusst sein, dass Dividenden sowohl steigen als auch sinken können und dass es keine Garantie dafür gibt, dass ein Unternehmen auch in Zukunft Dividenden zahlen wird.

Dividenden aus Fonds und ETFs funktionieren ähnlich wie die von Aktien. Der Unterschied liegt in der Tatsache, dass du mit Fonds und ETFs einen Korb an Wertpapieren besitzt, die auch international sein können, und nicht nur Anteile an einem Unternehmen.

Diese Diversifizierung verringert das Risiko im Vergleich zum Besitz von Aktien nur eines einzigen Unternehmens.

Passives Einkommen aufbauen mit Affiliate Marketing

Affiliate Marketing

Affiliate Marketing bedeutet, für Produkte Dritter zu werben und diese zu verkaufen, um damit eine Affiliate-Provision zu verdienen. Gerade als Finanzblogger gibt es da vielfältige Möglichkeiten. Du schreibst Artikel in deinem Blog und fügst Affiliate-Links hinzu. Wenn ein Leser auf einen dieser Links klickt und etwas kauft, erhältst du eine Provision.

Du kannst Werbung für Wertpapierdepots machen, Kredite vermitteln, Bausparverträge und Versicherungen verkaufen bzw. vermitteln und vieles mehr.

So kann man sich als Blogger ein passives Einkommen aufbauen. Natürlich musst du erst einmal Traffic für deinen Blog aufbauen, aber wenn du das geschafft hast, ist der Rest leicht verdientes Geld.

Eine weitere beliebte Form des passiven Einkommens ist die Vermietung von Immobilien.

Passives Einkommen aufbauen mit der Vermietung von Immobilien

passives Einkommen aufbauen mit vermieteten Immobilien

Du kannst passives Einkommen generieren, indem du eine Immobilie vermietest, zum Beispiel in Form einer Wohnung, eines Büros oder eines Lagerraums.

Der Vorteil dieser Form des passiven Einkommens ist, dass der Mieter in der Regel alle Betriebskosten, wie Heizung, Strom und Wasser, bezahlt.

Der Nachteil dieser Form des passiven Einkommens ist, dass es einen gewissen Aufwand erfordert, den richtigen Mieter zu finden und die Immobilie zu verwalten. Außerdem besteht immer das Risiko, dass der Mieter die Miete nicht zahlt oder dass die Immobilie überdurchschnittlich stark abgenutzt bzw. beschädigt wird.

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Immobilie zu kaufen, ohne Vermieter zu sein. Du kannst zum Beispiel eine Immobilie in einem Real Estate Investment Trust (REIT) kaufen.

Ein REIT ist ein Unternehmen, das ertragsbringende Immobilien besitzt und betreibt. REITs sind gesetzlich verpflichtet, mindestens 90% ihrer steuerpflichtigen Gewinne in Form von Dividenden an die Aktionäre auszuschütten.

Die Dividenden von REITs sind oft höher als die Dividenden von Aktien und ETFs, was sie zu einer attraktiven Anlage für Einkommensinvestoren macht.

Außerdem bieten REITs den Vorteil, dass du Anteile an ihnen wie jede andere Aktie an der Börse kaufen kannst. Das macht sie sehr liquide und du kannst deine Anteile auch jederzeit wieder verkaufen.

Welche Risiken gibt es beim passiven Einkommen?

Risiken bei passivem Einkommen

Wie bei jeder Investition gibt es auch bei passiven Einkommensquellen bestimmte Risiken.

Risiken bei Aktien, Fonds und ETFs

Wer in eine einzelne Aktiengesellschaft investiert, unterliegt immer einer mangelnden Risikostreuung und kann bei der Auswahl (Aktienanalyse) Fehler machen.

Der durchschnittliche Geldanleger verfügt oft nicht über die erforderliche Expertise, es sei denn, er kauft gleich die Top 10 der Dividenden Aktien.

Ein passives Einkommen aufbauen: Risiken bei Aktien, Fonds und ETFs

Zum Beispiel kann der Wert deiner Aktien, Fonds oder ETFs sinken, was zu einem geringeren passiven Einkommen führen könnte, weil auch die Höhe der Ausschüttung sinkt.

Ein weiteres Risiko ist, dass Unternehmen ihre Dividendenausschüttung ganz einstellen, wie es während der Finanzkrise 2008 zum Teil der Fall war

Wenn du jedoch deine Anlagen diversifizierst und in eine Mischung aus Aktien, Fonds und ETFs investierst, wird das Risiko geringer sein. Der Aktienkauf relativiert sich sozusagen durch die Produkt Mischung.

Risiken bei Tantiemen

Wenn ein Autor Tantiemen erhält, verringern sich diese oft im Laufe der Zeit, weil das jeweilige Buch „immer weniger Auflage“ macht. Insofern muss ein Autor stets am Ball bleiben und neue Bücher schreiben, damit seine Einnahmen kontinuierlich fließen.

Risiken bei Affiliate Marketing

Die Einnahmen schwanken in der Regel und sind nicht sicher. Da du keine Kontrolle über das Produkt hast, hast du auch keine Kontrolle über dein Einkommen. Der Werbetreibende kann das Programm jederzeit beenden oder die Provisionsstruktur ändern, was sich direkt auf dein Einkommen auswirken würde. Außerdem kann es einige Zeit dauern, bis die ersten Einnahmen überhaupt erzielt werden.

Risiken bei vermieteten Immobilien

Passives Einkommen: Risiken bei vermieteten Immobilien

Das größte Risiko bei der Vermietung von Immobilien ist, dass der Mieter die Miete nicht zahlt oder dass die Immobilie überdurchschnittlich abgenutzt oder gar beschädigt wird.

Ein weiteres Risiko ist, dass die Zinssätze steigen, was deine Kosten erhöhen (wenn du eine Hypothek hast) und deine Rentabilität verringern würde.

Und schließlich besteht immer die Möglichkeit, dass die Regierung Gesetze oder Vorschriften ändert, die sich auf deine Fähigkeit auswirken, passives Einkommen zu erzielen.

Nicht mehr Zeit gegen Geld tauschen

Bei passivem Einkommen tauschst du nicht mehr Zeit gegen Geld

In einem angestellten Arbeitsverhältnis tauschst du für gewöhnlich Zeit gegen Geld. Das ist bei einer oder mehreren passiven Einnahmequellen anders. Die dafür erforderliche Arbeit bzw. den Zeitaufwand hast du in einer früheren Lebensphase geleistet. Jetzt kannst du dein passives Einkommen beziehen und musst nicht mehr Arbeit gegen Zeit tauschen.

Passives Einkommen bietet dir die Möglichkeit, Geld zu verdienen, ohne dass du dafür heute deine Zeit opfern musst. Allerdings ist jede Form von Investition mit gewissen Risiken verbunden, und es ist wichtig, sich dieser Risiken bewusst zu sein, bevor du anfängst. Indem du deine Investitionen diversifizierst und dich gut informierst, kannst du die Risiken minimieren und deine Erfolgschancen maximieren.

Ein passives Einkommen aufbauen

Fazit: Passive Einkünfte sind kein im Schlaf verdientes Geld

Ausgenommen der Fall, dass du geerbt hast, steckt in passivem Einkommen jede Menge Arbeit, die du zu einem früheren Zeitpunkt geleistet hast.

Dann kommt meist eine Phase, wo das passive Einkommen fließt, bevor der Einkommensstrom langsam aber sicher abebbt – sofern du zuvor nicht den Grundstein für neue passive Einnahmen gelegt hast.

Vielleich ist als Ergebnis eine Dividendenstrategie noch der sicherste Weg, um zu einem dauerhaft passiven Einkommen zu gelangen. Denn wenn du in Aktien, Fonds und ETFs investierst, wird das Gros der Unternehmen eine Dividende zahlen. Hältst du dagegen Kryptowährungen, kannst du nur auf Kurssteigerungen im Zeitablauf hoffen und hast keine dauerhafte Einnahmequelle.

Die Sicherheit und Dauerhaftigkeit von Vergütungen aus passiven Einnahmen ist also nicht unbedingt garantiert. Dividenden können ausbleiben, der Strom an Tantiemen immer dünner werden und auch Affiliate Marketing funktioniert nicht immer gleich gut. Und ein Mieter zahlt vielleicht auf einmal seine Miete nicht mehr.

Wenn du verschiedene passive Einkommensquellen miteinander kombinierst, sorgst du automatisch für eine gewisse Risikostreuung. Und wer kontinuierlich in Aktien, Fonds und ETFs investiert, sorgt für einen im Zeitablauf steigenden Strom an Dividendeneinnahmen.

Du hast noch kein Depot, um in ETF-Sparpläne zu investieren? Hier findest du eine Auswahl an Anbietern:

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