Zu wenig Geld: Warum in 20 Jahren jeder 5. Rentner nicht mehr genug zum Leben hat

Lesedauer 3 Minuten

 

Zu wenig Geld: Eine aktuelle Studie der renommierten Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass in 20 Jahren jeder 5. Rentner von Altersarmut betroffen sein wird.

Zu wenig Geld zum Leben

Und wer als Rentner zu wenig Geld zum Leben hat, muss Grundsicherung beantragen:

Sozusagen die Sozialhilfe für Rentner.

Das sind alles in allem

  • zum Leben,
  • für Miete und
  • Nebenkosten

etwa 870 EUR pro Monat für eine alleinstehende Person.

Damit kann man wahrlich keine großen Sprünge machen, abgesehen davon, dass es demütigend und erniedrigend ist, solch einen Antrag zu stellen.

So ist die Anzahl an Menschen nicht unbeträchtlich, die zwar einen Anspruch auf Grundsicherung haben, diese aber nicht beantragen.

Sei es wegen Unwissenheit oder aus Scham.

Betroffen werden davon vor allem vier verschiedene Bevölkerungsgruppen sein:

  • alleinstehende Frauen
  • Menschen ohne Berufsausbildung
  • Langzeitarbeitslose
  • Menschen, die im Niedriglohnsektor tätig waren.

Der Anteil an Frauen, die später von staatlichen Leistungen abhängig werden, weil ihr Einkommen nicht ausreicht, wird von heute 16,2 Prozent auf 27,8 Prozent im Jahr 2036 ansteigen.

Zumindest haben das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Simulationsberechnungen herausgefunden.

Grundlage für die Simulationsberechnungen sind repräsentative Haushaltsdaten, für die wiederholt etwa 30.000 Bürger in fast 12.000 Haushalten befragt wurden.

Dabei umfasst die Studie die Geburtsjahrgänge von zwischen 1947 und 1969.

„Wir brauchen weitere Reformen für den Ruhestand: Wenn die Babyboomer-Generation in Rente geht, könnte es zu einem bösen Erwachen kommen“,

so Aart de Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftung.

Ursache für die wachsende Altersarmut sind vor allem die Zunahme von Unterbrechungen im Erwerbsleben und unsichere Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor.

Und die Ergebnisse dieser Studien decken sich in weiten Teilen mit dem Altersicherungsbericht, den die Bundesregierung 2016 veröffentlicht hat.

Darin fordert die Politik die Menschen auf, mehr privat für das Alter vorzusorgen.

Zu wenig Geld: Wie private Altersvorsorge aussehen kann

Da das gesetzliche Rentenniveau im Zeitablauf sinkt – von heute gut 48 Prozent auf unter 43 Prozent im Jahr 2036 – müssen die Menschen verstärkt privat vorsorgen.

Mit privater Altersvorsorge gegen Altersarmut

So können sie vermeiden, dass sie später nicht mehr genug zum Leben haben.

Dazu gibt es verschiedene Instrumente:

  • Basisrente
  • Riester-Rente
  • Direktversicherung
  • Private Rentenversicherung
  • ETF-Sparplan.

Für alle diese Bausteine der privaten Altersvorsorge gibt es inzwischen ETF-basierte Lösungen, die wesentlich kostengünstiger sind als Standardtarife der Banken und Versicherungen.

Vor allem Nettotarife sind hochinteressant, weil sie

  • keine Abschlusskosten beinhalten und
  • niedrige Verwaltungskosten haben.

Allein die Abschlusskosten schlagen sonst schon schnell mit mehreren Tausend Euro zu Buche.

Alllerdings führt der Weg zu einem Nettotarif nur über einen Honorarberater, wobei ein Beratungshonorar anfällt.

Allerdings würde ich gerne einige Hundert EUR an Beratungshonorar zahlen, um dann mit einer Nettopolice mehrere Tausend EUR zu sparen.

Das ist in jedem Fall ein lohnenswerter Deal.

Doch nicht jeder Baustein der Altersvorsorge ist für jeden Menschen gleich gut geeignet.

Welches Produkt jeweils in die nähere Auswahl kommt, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Familienstand
  • Status
  • Höhe des Einkommens.

Zum Beispiel kommt es darauf an, ob du Single bist oder eine Familie – vielleicht sogar mit mehreren Kindern – hast.

Und ein Konzept zur privaten Altersvorsorge sieht bei einem Selbständigen anders aus als bei einem Angestellten und wiederum anders bei einem Beamten.

Und was ist, wenn dein Einkommen so hoch ist, dass du über der Beitragsbemessungsgrenze liegst, bis zu der du Beiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung zahlst?

Wie kannst du dann eine darüber hinausgehende Rente absichern?

Letztlich sind eine ganze Reihe an Fragen zu beantworten, wenn du für dich abhängig von deiner Situation ein Konzept für eine private Altersvorsorge umsetzen möchtest.

Zum Beispiel musst du auch wissen, wie groß deine persönliche Rentenlücke in etwa sein wird, damit du deine private Vorsorge der Höhe nach richtig bemessen kannst:

Also nicht zu viel und auch nicht zu wenig sparst.

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1 Gedanke zu „Zu wenig Geld: Warum in 20 Jahren jeder 5. Rentner nicht mehr genug zum Leben hat“

  1. Man zahlt steuern an den Staat und das was kommt dabei raus. Die Gesetzliche Rente wird immer niedriger, man muss sich doppelt und dreifach selbstversichern. Warum nimmt man nicht nur noch Private Rentenversicherung ?? Danke für den Artikel er war sehr interessant.

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