Wie P2P-Kredite funktionieren und warum ich in sie investiere

Lesedauer 8 Minuten

Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht, was P2P-Kredite sind. Wenn es dir auch so geht, wird dich der Gastartikel von Vincent von freaky finance schlau machen und deine Wissenslücke diesbezüglich schließen.

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Was sind P2P-Kredite?

Das Wort Kredit muss wahrscheinlich nicht weiter erklärt werden.

P2P steht für Peer to Peer, was so viel heißt wie Person zu Person oder Verbraucher zu Verbraucher.

Es geht also um Kredite unter mehr oder weniger gleichgestellten Privatpersonen.

Gleichgestellt auch deswegen, weil die im Kreditgeschäft sonst üblichen Banken in diesem Modell fehlen.

So ganz direkt zwischen den Privatleuten funktioniert es dann aber oft doch nicht.

Bei einem Privatkredit in Reinform leihe ich dir beispielsweise die komplette Summe für deinen Wintergartenanbau.

Die Sache wird direkt und ausschließlich zwischen uns beiden abgewickelt.

Sogenannte P2P-Marktplätze oder Plattformen wiederum erhöhen die Chancen, Kreditnehmer und Kreditgeber zusammenzubringen deutlich.

Daraus ergeben sich weitere Vorteile.

Dementsprechend gern werden sie genutzt.

Die P2P-Plattformen

Die Plattformen sind Verbindungselemente zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber.

Das Konzept wird dadurch etwas geregelter und sicherer.

Dadurch, dass diejenigen, die einen Kredit benötigen, nicht selbst mühsam nach Investoren suchen müssen, sondern diese willigen Geldgeber auf der Plattform finden (und umgekehrt), erhöht sich die Quote für ein erfolgreiches und schnelles Zustandekommen der gewünschten Darlehen.

In der Masse geht es eben schneller und der Wirkungsradius erweitert sich grandios.

Aus Anlegersicht ist ein großer Vorteil, dass man seine Investitionen auf verschiedene Kreditprojekte  verteilen kann.

Nicht alle Eier in einen Korb legen!“ ist auch hier die Devise!

Je nach Plattform gibt es unterschiedliche niedrige Mindestinvestitionsbeträge zwischen 1 und 50 € pro Projekt.

Man kann also schon mit kleinen Beträgen in diese Anlageform investieren und dabei breit streuen.

Es gibt Finanzierungsplattformen (Beispiele: Auxmoney, Lenndy und Estateguru) bei denen der Kreditwunsch samt Beschreibung (Zweck, Dauer, Verzinsung, etc.) ins virtuelle Schaufenster gestellt wird.

Investoren können ihr Geld dort reinstecken bis der vom Kreditnehmer gewünschte Betrag erreicht ist.

Auf Vermittlerplattformen (Beispiele: Mintos, Bondora und Twino) dagegen treffen Anleger nicht direkt auf die kreditsuchende Seite.

Das eigentliche Kreditgeschäft ist bereits gelaufen.

Sogenannte Darlehensanbahner gehen in Vorleistung und finanzieren Projekte.

Im nächsten Schritt bieten sie Anlegern auf den Plattformen an, sich an diesen Projekten zu beteiligen.

Einen Bericht über Erfahrungen mit der P2P-Plattform Robocash findest du übrigens hier verlinkt.

Mit einem kleinen Prozentsatz bleiben die Anbahner oft selbst am Kredit beteiligt, um das vertrauensbildende „Skin in the game“ vorweisen zu können.

Sie sitzen dann mit den Anlegern in einem Boot und sind selbst auch betroffen, wenn etwas mit den Krediten nicht nach Plan läuft.

Schulden haben oder welche besitzen – ein großer Unterschied!

Übersicht über P2P-Kredite

Ich schreibe selbstverständlich aus Anlegersicht und hoffe, du als gebildeter Finanzblogleser kommst nicht in die Verlegenheit, dir Geld über einen Privatkredit besorgen zu müssen.

Denn durch die meist hohen Zinsen ist das ein teurer Spaß!

Nun soll man ja laut des als Investment Punk bekannten Gerald Hörhan Schulden nicht haben, sondern diese besitzen, denn dann arbeiten die angesprochenen Zinsen für einen.

Die Motivation des Anlegers ist somit klar:

Zinsen kassieren!

Ich bin kein großer Freund des oftmals irreführenden Begriffs des „passiven Einkommens“.

Vieles, was als ein solches propagiert wird, ist mit einem Haufen Arbeit verbunden.

Bei P2P-Krediten ist der Aufwand aber tatsächlich sehr gering (siehe auch Autoinvestor weiter unten) und der mögliche Ertrag mit zweistelligen Renditen recht hoch.

Bedarf an P2P-Krediten

Aber wer zur Hölle leiht sich denn nun Geld zu solch abartigen Bedingungen, während die Zinsen überall auf Rekordtief um die 0% kreisen?

Das ist eine oft gestellte Frage.

Aber nun ist es tatsächlich so, dass die, die das Geld am nötigsten brauchen, ganz sicher keinen günstigen Kredit bei der Bank erhalten.

„Eine Bank ist ein Ort, an dem man Geld geliehen bekommt, wenn man nachweisen kann, dass man es nicht braucht.“

Bob Hope (amerikanischer Schauspieler * 29. Mai 1903   27. Juli 2003)

Selbstständige haben oft Probleme, reguläre Kredite zu bekommen.

Konsumkredite sind auch heute nicht für 0,xx% zu haben und auch der Dispokredit hat immer noch einen stolzen Preis, der nicht selten im unteren zweistelligen Bereich liegt!

Und dann sind wir schon im Bereich der P2P-Zinsen.

Übrigens auch der Zweck deckt sich im Falle der Dispokredite  mit einem großen Teil der P2P-Kredite.

Der Dispo wird doch oft zur Überbrückung genommen.

Typischerweise bis zum nächsten Gehaltseingang.

So kennen wir es in Deutschland.

In Osteuropa, wo die meisten bekannten P2P-Plattformen ihren Sitz und die meisten Kreditnehmer ansässig sind, nutzt man „Payday-Loans“.

Diese erfüllen exakt den gleichen Zweck wie unser Dispokredit.

Engpassüberbrückung bis zum nächsten Zahltag des Gehaltes.

Die sind dann auch wirklich so aufgebaut:

Relativ kleine Beträge werden für maximal 30 Tage geliehen.

Auch das allgemeine Zinsgefüge ist bei unseren östlichen Nachbarn deutlich höher.

Dort ist es teilweise wirtschaftlicher, über P2P-Kredite Kapital zu beschaffen, als von der Bank.

Der Bedarf an P2P-Krediten ist also ziemlich groß.

Damit wird alles Mögliche finanziert.

Von Weiterbildungen, Investitionen in das eigene Business über Umzüge, Urlaube bis hin zu den übelsten Konsumgeschichten gibt es kaum etwas, was nicht als Finanzierungswunsch präsentiert wird.

Der Kreditmarktplatz Bondora hat kürzlich die Top 4 Gründe vorgestellt, warum Kreditnehmer P2P-Plattformen gegenüber Banken bevorzugen:

  1. Sie sind weniger restriktiv in Bezug auf den Verwendungszweck
  2. Die Kreditentscheidung (Ablehnung/Annahme/Konditionen) wird dort in der Regel deutlich schneller getroffen
  3. Oft günstiger als Bankkredite in den entsprechenden Ländern
  4. Breiteres Kredit-Scoring Modell als bei Banken, die meist nur traditionelle Daten wie Schufa und Beschäftigungssituation einfließen lassen

Das Risiko bei P2P-Krediten

P2P-Kredite bergen Risiko

Du weißt:

Rendite kommt von Risiko.

Und P2P-Kredite sind definitiv eine hochriskante Anlageklasse!

Das lässt sich nicht wegdiskutieren.

Dass Kredite nicht vollständig zurückgezahlt werden, ist an der Tagesordnung.

Die Bonität der Menschen, die P2P-Kredite in Anspruch nehmen, ist natürlich nicht immer die beste.

Entsprechend oft fallen Kredite aus.

Nicht immer ist bei einem Inkassoverfahren noch etwas zu holen.

Besser sieht es aus, wenn Kredite z. B. über Fahrzeuge oder Immobilien abgesichert sind.

Dann können diese dinglichen Absicherungen verwertet werden, um die Verluste wenigstens zu minimieren.

Tests haben ergeben, dass man das Verlustrisiko entscheidend senken kann, indem man in mindestens 100 Kredite pro Plattform investiert.

Ab 200 Krediten soll das Risiko einer Negativrendite sogar nahezu eliminiert sein.

Die Buyback- oder Rückkaufgarantie

Die meisten Plattformen bieten heute sogar eine Rückkaufgarantie für in Verzug geratene Kredite an.

Kein Scherz!

Der Kreditnehmer zahlt nicht (mehr) und nach einem definierten Zeitraum (oft 30 oder 60 Tage; je nach Plattform unterschiedlich) springt die Plattform bzw. der Darlehensanbahner ein und zahlt dir dein Geld plus der bis dahin fälligen Zinsen auf einen Schlag zurück.

Was verrückt klingt, funktioniert in der Praxis aber erst einmal.

Unter anderem deswegen, weil die Zinsen, die der Kreditnehmer zahlt, noch einmal deutlich höher sind, als das was der Anleger als Rendite bekommt.

Wir sprechen hier teilweise von dreistelligen Jahreszinsen (die der Kreditnehmer bei einem 50 € Payday Loan für 2 Wochen als nicht so hoch wahrnimmt)!

Das beinhaltet genug Puffer, um eine gewisse Quote an Kreditausfällen zu kompensieren und der Plattform eine Provision für ihre Dienste zu zahlen.

Diese Garantie kann aber meines Erachtens keine sein.

Spätestens, wenn die Plattform oder der Anbahner auch zahlungsunfähig ist (z. B. weil zu viele Kredite nicht mehr zurückbezahlt werden), kannst du mit der schönen Garantie auch nichts mehr anfangen!

So ist beispielsweise der Darlehensanbahner Eurocent auf der Plattform Mintos in eine finanzielle Schieflage geraten.

Für Eurocent-Kredite sind bei weitem noch nicht alle eigentlich garantierten Rückzahlungen geleistet.

Ausgang ungewiss…

Völlig unklar ist auch, wie eine erneute große Wirtschafts- und/oder Finanzkrise sich auf diese Anlageklasse auswirken wird.

Es ist davon auszugehen, dass dann vermehrt Kredite ausfallen.

Ob die restlichen das System inklusive Rückkaufgarantien aufrechterhalten können, muss sich erst noch zeigen!

Warum ich in P2P-Kredite investiere

Warum in P2P-Kredite investieren?

Die Risiken in dieser Anlageklasse sind mir bekannt und dass die Rückkaufgarantie nur ein Werbeversprechen ist, habe ich verstanden.

Trotzdem habe ich ca. 10% meines Vermögens in P2P-Kredite investiert.

Seit 2009 sammle ich Erfahrungen in diesem Bereich.

Ich gebe zu, dass mich die hohe in Aussicht gestellte Rendite gelockt hat!

Außerdem ist mir die Diversifikation meiner Geldanlagen sehr wichtig.

Ich möchte nicht nur innerhalb eines Assets breit streuen, sondern auch über die verschiedenen Anlageklassen.

Wertpapiere in Form von

stellen den größten Teil in meinem Vermögensmix dar.

Meine 7 Immobilen sind eine weitere große Säule.

Edelmetalle, Kryptowährungen, Crowdinvestments, Genossenschaftsanteille, (alte) Bausparverträge, eine Riester-Rente, sowie Tages- und Festgeld gehören ebenfalls zu meinem Portfolio.

Der nächste Börsen-Crash oder das Platzen einer Immobilienblase muss nicht zwangsläufig auch voll auf meine P2P-Anlagen durchschlagen. Somit fühle ich mich mit dieser breiten Fächerung sehr wohl.

Wie oben schon erwähnt kommt hier wirklich ein einigermaßen passiver Einkommensstrom zustande.

Relativ planbar, weil ohne Kursschwankungen, kommen monatliche Rückflüsse beim Anleger an.

Ein Traum für Einkommensinvestoren und CashFlow-Junkies.

Automatisches Investieren

Noch ein paar Worte zu der Passivität.

Dank des bei fast allen Anbietern vorhandenen (aber unterschiedlich ausgeprägten) Auto-Invests muss man im Prinzip nur den gewünschten Betrag zu einer P2P-Plattform überweisen und dort die gewünschten Parameter in dem angesprochenen Autoinvestor einstellen.

Dann wird das Geld nach den individuellen Vorgaben verteilt.

Man muss also nicht hunderte Kredite selber scannen und manuell seine kleinen Tranchen auf die passenden Kredite verteilen.

Das übernimmt die Autoinvestfunktion!

Es reicht, wenn man von Zeit zu Zeit nach dem Rechten sieht oder bei Bedarf Änderungen vornimmt.

Auch Rückflüsse (auflaufende Zins- und Tilgungszahlungen) können so unkompliziert re-investiert werden.

Wie ich in P2P-Kredite investiere und mögliche Diversifikationsebenen

P2P-Kredite und Diversifikation

Auch innerhalb der Anlageklassen (1. Ebene) versuche ich, das Risiko zu streuen.

In P2P-Kredite habe ich aktuell z. B. über 14 verschiedene Plattformen (2. Ebene) investiert.

Zusätzlich betreibe ich direktes P2P ohne Vermittler.

Auf den Plattformen kann man seine Investitionen meistens über

  • diverse Kreditanbahner (3. Ebene),
  • Länder (4. Ebene),
  • Kreditarten/Zwecke (5. Ebene),
  • Währungen (6. Ebene),
  • Kreditlaufzeiten (7. Ebene),
  • besicherte/unbesicherte Kredite (8. Ebene) und
  • Risiko- bzw. Bonitätsklassen (9. Ebene)

verteilen.

Die genannten Ebenen sind gleichzeitig Parameter, die man im Normalfall über die Auto-Invest Funktionen einstellen kann.

Von ihnen hängt auch die nominale Verzinsung ab.

Jeder Anbieter funktioniert etwas anders und fast alle versuchen, sich durch spezielle Features von den anderen abzuheben.

Die Details würden an dieser Stelle zu weit führen.

Es sind aber auf jeden Fall wirklich interessante Konzepte dabei.

Mit deutschen P2P-Anbietern bin ich übrigens nicht glücklich geworden.

Ich habe 3 verschiedene ausprobiert und kann voller Überzeugung sagen, dass es die mit Abstand enttäuschendsten Erfahrungen in diesem Bereich waren.

Die Wettbewerber aus dem Baltikum, allen voran der Platzhirsch Mintos*, machen vor, wie es deutlich besser geht!

Wenn du mehr über das Anlegen in Privatkredite erfahren möchtest, lade ich dich herzlich ein, meinen Blog und dort speziell die Rubrik P2P-Kredite zu besuchen.

In regelmäßigen Updates fasse ich meine aktuellen Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Bereich zusammen.

Einen Überblick samt Kurzvorstellungen der wichtigsten P2P-Plattformen bekommst du auf der sehr informativen Vergleichsseite Crowdbird.

Dort kannst du deine Präferenzen in eine Filterfunktion eingeben und findest so schnell die am besten zu dir passenden Anbieter.

Crowdbird ist komplett kostenlos!

Fazit

P2P-Kredite eignen sich für risikobereite Anleger als Portfoliobeimischung mit hohem Renditepotenzial.

Dank besonderer Features wie der Buyback-Garantie und dem Autoinvestor kann ein relativ planbares passives Einkommen aufgebaut werden.

In einer veritablen Krise muss sich das Konzept P2P-Kredite – und hier besonders die Rückkaufgarantie – allerdings erst noch nachhaltig beweisen.

Deswegen sollte in diese Anlageklasse nur Geld investiert werden, auf das man nicht angewiesen ist!

Vincent

Vincent ist 41 Jahre alt und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Finanzen im Allgemeinen und seinem eigenen Vermögensaufbau im Besonderen.

Auf seinem Blog freakyfianance.net schreibt er über Finanzthemen und eigene Erfahrungen in dem Bereich.

Da er sich ein breit diversifiziertes Portfolio aufgebaut hat, sind die Themen vielfältig.

Zusätzlich werden immer wieder Gastartikel von anderen Finanz-Experten veröffentlicht.

 

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10 Gedanken zu „Wie P2P-Kredite funktionieren und warum ich in sie investiere“

  1. Die Ausfallquoten sind für meinen Geschmack schwierig zu handhaben. Da sehe ich doch mehr Vorteile in das Investment in Unternehmen. Aber vielleicht wird P2P irgendwann als kl. Teil des Portfolios doch noch interessant.

    Antworten
    • Hallo Tim,
      in Unternehmen investiert man ja klassischer Weise über Aktien und Anleihen. Wenn du kleine und mittlere Unternehmen (KMU) meinst, die nicht börsennotiert sind und keine Anleihen ausgeben wirst du auch auf vielen P2P-Plattformen fündig. Auch wenn es sich dabei um P2B (Private to Business) handelt sind die Grenzen auf einigen Plattformen schwimmend. Dort werden Investoren für Kreditprojekte für Privatpersonen genauso angeboten wie für kleine Unternehmen.

      Beste Grüße
      Vincent

      Antworten
  2. Hallo Vincent,

    Sehr schöne Zusammenfassung und Erklärung der P2P-Kredite.
    Ich persönlich versuche auch immer auf eine Streuung von 100 Krediten zu kommen. Spätestens beim Erreichen dieser Zahl fühl ich mich mit dem Risiko wohl 🙂

    Viele Grüße,
    Carsten

    Antworten
  3. schöne Zusammenfassung für die „Anlageklasse“ P2P – Auch schön das die Risiken – im Gegensatz zu vielen anderen schön herausgearbeitet sind und auch Buyback kritisch beleuchtet wird.
    An dem Satz bin ich dann aber hängen geblieben:
    „Ab 200 Krediten soll das Risiko einer Negativrendite sogar nahezu eliminiert sein.“
    DAs ist natürlich nur dann richtig wenn die Ausfallrate an sich im Vergleich zu den Zinsen nicht zu hoch ist, sonst hilft uach die beste Diversifikation nichts.
    Das Thema Diversifikation habe ich hier mal näher untersucht:
    http://p2p-game.com/warum-ein-kleines-portfolio-scheitern-wird-oder-der-einfluss-der-diversifikation-auf-die-rendite
    viele grüße
    tbee

    Antworten
    • Die 100 bzw. 200 Kredite Aussage bezieht sich auf die Statistiken der beiden größten P2P-Plattformen in den USA. Warum USA? Weil hier sogar Zahlen ab 2009 (also INKLUSIVE einer veritablen Weltwirtschaftskrise) vorliegen. Und da hat nun mal nahezu keiner der mindestens in 200 Kredite investiert war eine Negativrendite eingefahren.

      Dass Statistiken der Vergangenheit kein Zukunftsversprechen sind, sollte jedem klar sein!

      Außerdem heißt es „nahezu eleminiert“. Ein Restrisiko bleibt immer! Ich denke ich war da deutlich genug, dass wir hier über eine Hochrisikoanlage reden.

      Aber in je mehr Kredite man investiert, umso kleiner wird das Risiko!

      Happy earnings!
      Gruß
      Vincent

      Antworten
  4. Hallo Jürgen, hallo Vincent!

    Bin momentan am Überlegen, ob ich auch so langsam in P2P einsteigen soll.. Wobei ich davon ausgehe, dass ich mir da noch etwas Zeit lasse und erst mal meine ETFs laufen lasse. 😉
    Eine Frage zu P2P Krediten: Wie sieht das in etwa mit der Gebührenstruktur aus? Ist es so, dass es nur prozentuale Kosten gibt und man daher auch locker mit 50 oder 100 Euro einsteigen kann oder macht es erst ab höheren Beträgen Sinn, da es „fixe“ Kosten gibt?

    Danke für die Antwort und beste Grüße vom Depotstudent 🙂

    Antworten
    • Wie Jürgen schreibt (und ich in meinem Kommentar ja auch dazu entsprechendes vertiefendes Material verlinkt habe) braucht es eine vernünftige Diversifizierung um die Verlustrisiken zu minimieren.
      Auch wenn BuyBack hier anderes suggerieren – verlagert das die Diversifizierung nur eine/zwei Eben nach oben – sprich du musst über die Plattformen oder Anbahner diversifizieren – damit wird das noch Kapitalintensiver.
      Zum Ausprobieren reichen die paar Euro sicher – zu mehr aber auch nicht.
      (Ich habe gerade 2.500 € in LinkedFinance investiert um wenigsten 50 Kredite dort zu habven bei 1% Ausfallwahrscheinlichkeit das Minmimn – eigentlich wären 100 deutlich „besser“)…

      Antworten
    • Hallo Depotstudent!

      Bei Auxmoney gibt es Anlegergebühren. Das ist nur ein Grund warum ich diese deutsche Plattform NICHT unbedingt empfehle. Deutlich bessere Erfahrungen habe ich mit den Osteuropäischen Anbietern gemacht.
      Diese sind allesamt KOSTENLOS für den Anleger!

      Ich kann nur jedem empfehlen mal eine kleine ENTBEHRLICHE Summe in P2P-Kredite zu investieren. Nur so kann man sich selber ein Bild machen und mitreden. Wenn du, wovon ich ausgehe, Gefallen an dieser Anlageform findest musst du aber tatsächlich schauen, dass du mittelfristig auf 100 oder besser 200 Kredite kommst, um das Risiko zu minimieren. Bei den üblichen 10€ Mindestinvest sind das dann auch „nur“ 1.000 – 2.000€.

      Aber 100€ zum Probieren kannst du ohne irgendwelche Kosten befürchten zu müssen investieren. Achte ggf. darauf, dass du nur Kredite zulässt, die mit Buyback-Garantie abgesichert sind. Noch funktiniert die nämlich (meistens; Ausnahme Eurocent).

      Viel Vergnügen beim Start in P2P-Investments! Bei Fragen melde dich jederzeit gerne 🙂

      Beste Grüße
      Vincent

      Antworten
      • Super, vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten! Langsames Rantasten ist wohl auch hier die beste Möglichkeit, um sich ein Bild davon zu machen.

        @tbee: Da mein Kommentar drei Minuten vor Deinem abgesendet wurde, hatte ich noch keine Möglichkeit, Deinem Link zu folgen. 😉

        Ich danke euch beiden!

        Viele Grüße 🙂

        Antworten

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