Geldanlage: Wie viel Risiko bei der Geldanlage verkrafte ich?

Lesedauer 4 Minuten

Risiko bei der Geldanlage: Bist du auch ein sogenannter Millennial? Ich bin Ende 20 und gehöre somit zum Klub. Uns wird zugeschrieben, dass wir keine Ahnung von Finanzen und auch kein sonderlich großes Interesse daran haben, eigenes Vermögen aufzubauen. Doch stimmt das tatsächlich?

Im heutigen Gastartikel von Cora Christine Döhn geht es darum, dass Privatanleger sich zunächst über ihre Einstellung zum Risiko bewusst werden sollten, bevor Sie damit anfangen Geldanlage zu betreiben und ein Portfolio aufzubauen.

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Die Ausgangslage

Die Ausgangslage

Unserer Altersklasse steht eine große Aufgabe jetzt bevor:

Wir müssen langsam mal anfangen, ein finanzielles Polster für

  • eine Familiengründung,
  • große Reisen,
  • die eigenen vier Wände und natürlich
  • für unsere Rente

aufzubauen.

Folgende Tipps habe ich dazu für dich.

Der eigene Vermögensaufbau stellt unsere Generation vor ein Rätsel.

Wo soll ich anfangen, welche Geldanlage eignet sich für mich und was bringt mir das überhaupt?

Diese Fragen gehen meist mit dem unguten Gefühl einher, dass jede Entscheidung ein Fehler sein könnte.

Das Resultat: Wir schieben den Entschluss auf und hoffen, dass sich das Thema irgendwann von selbst erledigt.

Aber seien wir ehrlich:

Das passiert natürlich nicht.

Du musst selbst anpacken.

Doch keine Sorge, Geld anlegen ist eigentlich gar nicht so kompliziert.

Im ersten Schritt solltest du herausfinden, welcher Spartyp du bist und wie viel Risiko dein gesunder Nachtschlaf sowie dein Geldbeutel verkraften können.

Erst danach kannst du in Erfahrung bringen, welche Geldanlage zu dir passt.

Welcher Spartyp bin ich?

Risiko bei der Geldanlage

Jeder Mensch hat unterschiedliche Vorstellungen, wenn es darum geht, Geld zu sparen.

Nur die wenigsten wissen ganz genau, worauf es wirklich ankommt.

Bekommst du allein beim Gedanken an unbezahlte Rechnungen Schweißausbrüche, so gehörst du wohl eher zu den vorsichtigen Sparern.

Dann eignet sich eine andere Geldanlage für dich als für jemanden, der für hohe Renditen auch etwas mehr Risiko eingehen würde.

Unserer Generation wird nachgesagt, dass uns der bewusste Umgang mit Geld enorm wichtig ist.

Wir interessieren uns besonders für nachhaltige oder „grüne“ Geldanlagen.

Hier investieren die Anleger beispielsweise zielgerichtet in Umweltprojekte.

Solche Anlagen können auch ausschließen, dass das Kapital bestimmte Wirtschaftsbereiche, wie etwa die Waffenindustrie, unterstützt.

Ob du eher ein vorsichtiger, ein renditehungriger oder ein nachhaltiger Sparer bist, kannst du kinderleicht mit einem Test in dem eBook „Wohin mit dem Geld? Spartipps im Überblick“ herausfinden.

Wie viel Risiko passt zu mir und meiner Geldanlage?

Risiko bei der Geldanlage

Nachdem du herausgefunden hast, welcher Spartyp du bist, musst du noch in Erfahrung bringen, wie viel Risiko dein Geldbeutel und dein Gemüt verkraften.

Du musst dabei zwischen deiner tatsächlichen und deiner emotionalen Risikokapazität unterscheiden.

Mit emotionaler Risikokapazität meine ich dein Bauchgefühl.

Wenn du dir pausenlos Sorgen um dein Geld machst und nervös wirst, sobald du Freunden Geld leihst, dann solltest du deine Nerven besser nicht mit riskanten Geldanlagen strapazieren.

Lassen dich die genannten Beispiele kalt, ist deine emotionale Risikokapazität wohl größer.

Ihre tatsächliche Risikokapazität schätzen viele Sparer als sehr viel geringer ein als sie ist.

Das liegt daran, dass sie viele Faktoren nicht einbeziehen.

Generell kann jeder ein höheres Risiko eingehen, der einen unbefristeten Job und somit ein regelmäßiges Einkommen hat.

Wenn du bereits über ein Sparguthaben in Höhe von rund fünf Monatsgehältern verfügst oder gerade eine größere Summe geerbt hast, steigt deine tatsächliche Risikokapazität ebenfalls an.

Ein weiterer wesentlicher Faktor, den die wenigsten berücksichtigen, ist die Zeit.

Weißt du schon jetzt, dass du einen Teil deines Geldes in den nächsten fünf Jahren definitiv nicht brauchen wirst, dann bringst du einen langen Atem mit, um Kursschwankungen am Aktienmarkt auszusitzen.

Je mehr Zeit du hast, desto höher ist auch deine Risikokapazität.

Bitte gehe jedoch niemals ein Risiko ein, wenn du Schulden hast.

Risiken erkennen und Risiken streuen

Risiko bei der Geldanlage richtig einschätzen

Du weißt, welcher Spartyp du bist und wie viel Risiko du verkraftest?

Dann kannst du jetzt anfangen, dein Geld anzulegen.

Wie du hier in anderen Beiträgen lesen kannst, sind zum Beispiel ETFs gerade für unerfahrene Geldanleger eine spannende Möglichkeit, in den Aktienmarkt einzusteigen.

Diese Fonds verwalten sich selbst und verursachen dir deshalb nur geringe laufende Kosten.

Zudem musst du nur wenig Zeit in deine Anlage stecken.

Doch egal, für welche Geldanlage du dich letztendlich entscheidest:

Wichtig ist, dass du das Risiko immer streust und in nichts investierst, das du nicht verstehst.

Die Faustregeln jeder Geldanlage lauten:

  • Investiere niemals dein ganzes Geld.
  • Setze nicht alles auf eine Karte.
  • Verkaufe nicht aus Panik oder Geldnot.

Wenn du diese drei Faustregeln beachtest und deinen Spartyp sowie deine Risikokapazität kennst, steht dir der Weg frei und du kannst unter die Geldanleger gehen.

Fazit: Risiko bei der Geldanlage richtig einschätzen

Welcher Risikotyp bin ich?

Ich habe mir übrigens vorgenommen das Thema noch vor meinem 30. Geburtstag anzupacken.

Nicht nur, weil ich den Satz „Als deine Eltern so alt waren wie du, hatten sie schon Kinder und ein eigenes Haus.“ nicht mehr hören kann.

Sondern auch, weil es langsam Zeit wird, endlich mal damit anzufangen.

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Cora Christine Döhn hat nach ihrem Studium der theoretischen Linguistik und Literaturwissenschaft ein Volontariat in der finanzen.de-Redaktion abgeschlossen.

Seitdem ist sie dort als Projektmanagerin und Redakteurin tätig.

Für das eBook „Wohin mit dem Geld? Spartipps im Überblick“ hat sie mit Anlageexperten über die Zukunft des Sparens gesprochen und diskutiert Möglichkeiten, die eigene Finanzkompetenz auszubauen.

 

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3 Gedanken zu „Geldanlage: Wie viel Risiko bei der Geldanlage verkrafte ich?“

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