Warum ETFs die ideale Geldanlage fuer Einsteiger sind

Lesedauer 4 Minuten

Geldanlage fuer Einsteiger: In der gegenwärtigen Nullzinsphase fragen sich viele Privatanleger, wie sie ihr Geld anlegen sollen. Auf dem noch immer beliebten Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto gibt es so gut wie keine Zinsen mehr. Gibt es Alternativen und wenn ja welche?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins mittlerweile auf Null gesenkt.

Mit diesem Schritt wurde der Guthabenzins auf mühsam Erspartes quasi abgeschafft.

Die Folge:

Auf die noch immer beliebten Sparbücher, Tages- und Festgeldkonten gibt es kaum noch Zinsen.

So wird es für Anleger schwierig, die Inflation aufzufangen, geschweige denn ihr Vermögen zu mehren.

[lwptoc]

Welche Anlagemöglichkeiten bringen noch Rendite?

Geldanlage fuer Einsteiger

Eine Möglichkeit ist, stattdessen einfach mehr zu konsumieren und sein Geld auszugeben.

Das ist auf Dauer gesehen aber wohl nicht die beste Möglichkeit.

Da festverzinsliche Wertpapiere keine Rendite mehr bringen, bleiben nur noch Sachwerte.

Infrage kommen u. a.:

  • Immobilien,
  • Gold und
  • Unternehmensbeteiligungen (Aktien).

Die Nachfrage nach Immobilien ist hoch und hat die Preise vielerorts bereits weit nach oben getrieben.

Und Gold ist lediglich ein Wertaufbewahrungsmittel, das keine Zinserträge abwirft.

Bleiben also nur Unternehmensbeteiligungen, sprich Aktien, die heute noch eine ordentliche Rendite versprechen.

Zumindest langfristig betrachtet sind Aktien die erfolgreichste Geldanlage bzw. Anlageklasse.

Investments in Aktien versprechen Rendite

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Um in Aktien zu investieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Man kann in Einzeltitel investieren,
  • aktiv gemanagte Fonds kaufen oder
  • in börsengehandelte Indexfonds (ETFs)

investieren.

Einzeltitel

Ein Investment in Einzeltitel ist für Privatpersonen aus Risikogründen nicht empfehlenswert.

Die Beispiele der VW- und der Deutschen Bank-Aktie zeigen, wie Missmanagement und Skandale die Aktienkurse sehr kurzfristig abstürzen lassen können.

Als Privatanleger hat man kaum eine Chance, rechtzeitig darauf zu regieren.

In Zeiten des Internets verbreiten sich neue Nachrichten in Windeseile und finden ihren Niederschlag in den jeweiligen Börsenkursen.

Einzeltitel sind also für Privatanleger nicht empfehlenswert.

Aktiv gemanagte Fonds

Eine weitere Möglichkeit sind klassische Investmentfonds.

Sie haben einen Fondsmanager, der in der Regel seinen Referenzindex schlagen möchte.

Das muss er auch, damit in Betracht der hohen Kosten dieser Anlageklasse für Investoren unterm Strich noch eine befriedigende Rendite übrig bleibt.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch, dass die große Mehrzahl der Fondsmanager nicht dauerhaft ihr selbstgestecktes Ziel erreicht.

80 bis 90 Prozent der aktiv gemangten Fonds scheitern daran, dauerhaft ihren Vergleichsindex zu schlagen.

Und die, die das schaffen, sind für Privatanleger nicht ohne Weiteres im Voraus zu erkennen.

Die hohen Kosten dieser Fonds, wie

  • Ausgabeaufschläge,
  • Verwaltungsgebühren und  häufig
  • Erfolgsbeteiligungen

sorgen dafür, dass für Anleger meist nur eine unbefriedigende Rendite übrig bleibt.

ETFs sind der Anlagetrend unserer Zeit

Indexfonds

Der Trend unserer Zeit sind Exchange Traded Funds (ETFs):

Börsengehandelte Indexfonds, die jeweils einen bestimmten Börsenindex nachbilden.

Dessen Entwicklung vollziehen sie 1 : 1 nach und schaffen dies ohne einen Fondsmanager, was Kosten spart.

Steigt der Börsenindex, steigt auch der ETFF und du profitierst als ETF-Investor.

Fällt der Index, sinkt auch der Indexfonds proportional.

Sie entstanden im Jahr 1976 in den USA und in Deutschland gibt es sie seit dem Jahr 2000:

Es begann mit gerade einmal 2 Indexfonds und heute werden allein an der Frankfurter Börse mehr als 1.500 ETFs gehandelt.

Weltweit werden rund 7.000 Indexfonds angeboten, in die etwa 6 Billionen USD investiert sind.

In Deutschland beträgt der Anteil der ETF-Investments nach Expertenschätzungen etwa 10 Prozent des an der Börse investierten Kapitals.

Wir stehen also am Beginn einer für Privatanleger bedeutenden Entwicklung.

ETFs haben mehrere Vorteile:

Sie sind einfach zu verstehen, völlig transparent und flexibel.

Und ein besonders wichtiger Aspekt besteht darin, dass ihre Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds sehr gering sind.

Während klassische Investmentfonds im Schnitt 1,73 Prozent pro Jahr an Verwaltungsgebühr kosten, verursachen ETFs lediglich Kosten von durchschnittlich 0,34 Prozent p. a. mit sinkender Tendenz.

Dieser Kostenvorteil wirkt sich unmittelbar auf die Rendite aus:

Die Differenz beträgt also durchschnittlich 1,39 Prozent p. a.

Auf eine Sicht von 30 Jahren bewirken diese 1,39 Prozent einen enormen Unterschied im Endvermögen:

Spart man monatlich 162 EUR – soviel legen die Deutschen durchschnittlich pro Monat zurück – ergibt das bei durchschnittlich 6 Prozent ein Endvermögen von 158.684 EUR.

Ist der Ertrag aber über den gesamten Zeitraum um 1,39 Prozent p. a. höher, ergibt sich bei durchschnittlich 7,39 Prozent ein Endvermögen von 204.921,61 EUR.

Die Differenz beträgt also 43.237,61 EUR.

ETFs eignen sich hervorragend als Geldanlage fuer Einsteiger

Geldanlage für Einsteiger

Hinzu kommt, dass ETFs sich hervorragend für Einsteiger in die Geldanlage eignen.

Eben weil sie einfach, transparent und flexibel sind.

Dabei kommen für Anfänger vor allem folgende zwei Indizes infrage, für die jeweils mehrere ETFs angeboten werden:

  1. MSCI World Index
  2. MSCI Emerging Markets Index.

Der Weltaktienindex MSCI World enthält über 1.650 Unternehmen aus 23 Industrieländern und der MSCI Emerging Markets Index rund 1.400 Unternehmen aus 26 Schwellenländern.

Letzterer Indexfonds erhöht zusätzlich die Chancen dieses kleinen Portfolios.

Das erforderliche Depotkonto ist bei einer Direktbank im Internet schnell eingerichtet, ebenso wie ein Sparplan für diese beiden Fonds.

So wird es wohl auf lange Sicht vernünftiger sein, regelmäßig etwas zum Beispiel für die private Altersvorsorge zurückzulegen, als sein gesamtes Nettogehalt Monat für Monat zu verbraten.

Fazit: ETFs sind ideale Geldanlage fuer Einsteiger

ETFs als Geldanlage für Einsteiger

In der gegenwärtigen Nullzinsphase gibt es nicht viele Möglichkeiten, sein Geld gewinnbringend anzulegen.

Eine von mehreren Möglichkeiten sind Aktien, an denen kaum ein Weg vorbei führt.

Während Einzeltitel – da zu risikoreich – nicht empfehlenswert und klassische Investmentfonds zu teuer sind, kommen vor allem ETFs infrage.

Sie sind einfach, transparent und flexibel und zudem noch kostengünstig und insgesamt der Anlagetrend unserer Zeit.

Mittlerweile fließen mehr Gelder in ETFs als in klassische Invstementfonds.

 

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6 Gedanken zu „Warum ETFs die ideale Geldanlage fuer Einsteiger sind“

  1. Hallo Jürgen,

    eine sehr schöne Zusammenfassung! Das poste ich gleich für meine Freunde in meinen Facebook Feed…

    Liebe Grüße und weiter so,
    Michael

    Antworten

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