Zinseszinsen berechnen – Eine Motivation fürs Investieren

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Albert Einstein soll einst gesagt haben: ,,Der Zinseszins ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle andere bezahlen für ihn“. Dieses Zitat ist irgendwie schon selbsterklärend und lässt darauf schließen, dass man mit dem Zinseszinseffekt beim Geldanlegen eine Menge an Geld verdienen, beziehungsweise dieses für sich arbeiten lassen kann. Wer Zinseszinsen berechnen möchte, kommt dabei auf interessante Ergebnisse.

Wie investieren wir heutzutage?

Insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man sein Geld gewinnbringend anlegt. Sein Geld auf das Sparbuch legen und bei einem Zinssatz von vielleicht 0,1% arbeiten zu lassen, macht dahingehend wenig Sinn. Vor allem auch wegen der immer stärker werdenden Inflation, durch die der Wert des Geldes systematisch abnimmt. Dementsprechend bekommt man weniger für sein Geld als zuvor. Einfach erklärt bedeutet das: Früher gab es für 1,20 Euro noch zwei Kugeln Eis, mittlerweile maximal noch eine.

Genau deshalb braucht es Alternativen, damit das Geld für einen arbeitet. In den letzten Jahren wurde das Investieren in ETFs immer beliebter, eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 7% und damit einhergehende Zinseszinsen gelten auch in der Zukunft als möglich. Beim Zinseszinsen berechnen zeigt sich hierbei der Effekt deutlich.

Zinseszinsen berechnen: Was ist der Zinseszins?

Wie das Wort es schon sagt, sind Zinseszinsen die Zinsen der Zinsen. Nehmen wir an, wir investieren 1000 Euro zu einer Rendite von 7% jährlich, so erhalten wir nach dem ersten Jahr unsere Zinsen. Zinseszinsen berechnen ist logisch. Bei 7% Rendite werden nun aus 1000 Euro 1070 Euro, sodass wir 70 Euro Gewinn haben.

Nun investieren wir im zweiten Jahr wiederum diese 1070 Euro und erhalten jährlich wieder 7%, so bekommen wir nicht mehr 70 Euro, sondern 74,90 Euro, wir haben schließlich einen höheren Ausgangswert. Dieser Prozess geht nun jährlich immer weiter, wir erhalten sozusagen Zinsen auf die Zinsen.

Auch wenn es am Anfang wenig zu sein scheint, so kommen am Ende Summen zusammen, die man sich kaum denken kann, sobald wir die Zinseszinsen berechnen und dabei einen längeren Zeitraum in Angriff nehmen.

Zum Zinseszinsen berechnen eine kleine Geschichte

Zwei Feldarbeiter werden für insgesamt einen Monat angestellt und verhandeln ihr Gehalt. Feldarbeiter 1 sagt, dass er gerne 3000 Euro für die getane Arbeit am Ende des Monats haben möchte.

Feldarbeiter zwei verlangt anfangs viel weniger. Er möchte lediglich 1 Cent, verlangt aber, dass sich sein Gehalt jeden Tag verdoppelt. So erhält er am ersten Tag 1 Cent, am zweiten Tag 2 Cent am dritten Tag 4 Cent usw.

Nun ja, was denkst du wohl, welchem Vertrag der Chef zustimmen wird? Dem Wunschgehalt von Feldarbeiter 1 oder dem Wunschgehalt von Feldarbeiter 2?

Ein Chef, der sich mit dem Zinseszinseffekt nicht auskennt, wird mit Sicherheit dem Vertrag von Feldarbeiter 2 zustimmen, er will schließlich nur 1 Cent, dann 2 Cent, dann 4 Cent, dann 8 Cent… Diese Beträge sind so niedrig, das scheint also ein guter Deal zu sein. Für Feldarbeiter 1 wären allerdings 3000 Euro zu bezahlen, eine stolze Summe.

Aber jetzt kommt es! Wenn wir nun die Zinseszinsen berechnen, so erhalten wir ein Ergebnis, was uns vom Stuhl fallen lässt. Nach 31 Tagen hätten Feldarbeiter 2, der mit 1 Cent gestartet ist, stolze 21.474.836,48. Ja genau, mehr als 21 Millionen Euro, da er mit einem täglichen Zinseszins von 100 Prozent rechnen kann. Der Chef würde sich also auf einen äußerst schlechten Deal einlassen, sollte er dem Vorschlag von Feldarbeiter 2 zustimmen.

Wir sehen es also: Die Macht der Zinseszinsen ist unglaublich.

Zinseszinsen berechnen: Wie geht das?

Zinseszinsen berechnen

Wie man den Zinseszins ausrechnet, wurde oben schon angerissen. Wir bleiben hier aber bei dem Beispiel mit 1000 Euro angelegtem Geld und 7% jährlichem Zinssatz, auch weil das eine Kennzahl ist, auf die man langfristig setzen kann, wenn man in ETFs und ein globales Portfolio investiert. Dies zeigte zumindest die Vergangenheit.

  1. Jahr: Es werden 7% von 1000 Euro berechnet, also 1070 Euro
  2. Jahr: Wir berechnen 7 % von 1070 Euro, also 1144,90 Euro
  3. Jahr: Hier werden 7% von 1144,90 Euro berechnet, also 1225,04 Euro
  4. Jahr: Nun werden 7 % von 1225,04 Euro, also 1310,80 Euro berechnet
    und so weiter…

Wir sehen hierbei, wenn wir die Zinseszinsen berechnen, dass der Gewinn immer größer wird, da sich der Ausgangswert von Jahr zu Jahr ebenso vergrößert. Ein lukratives Geschäft also für alle Anlegerinnen und Anleger und eine wirklich gute Alternative für alle, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen beziehungsweise wie es sinnvoll anzulegen ist.

Wie lautet die Formel zur Berechnung des Zinseszinses?

Kn = K0 x (1 + p : 100) n

Dabei gilt K0 als Startkapital, p als der Zinssatz, n als der Verzinsungszeitraum in Jahren, also wie lange man das Geld zu eben jenem Zinssatz anlegen will, und Kn als das Endkapital.

Somit können wir das Endkapital ohne Probleme für einen ausgewählten Zeitraum bestimmen. Die Formel ermöglicht es uns demnach auch, das Endkapital nicht nur für einen kürzeren Zeitraum zu bestimmen. Sondern beispielsweise auch für 30 oder 40 Jahre. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn man bei der Geldanlage eine langfristige Strategie verfolgt, was insbesondere beim Anlegen in ETFs oft vorkommt (sogenannte Buy- and Hold- Strategie).

Wo kann ich im Netz des Zinseszins berechnen?

Zinseszinseffekt

Im Internet gibt es diverse Seiten, auf denen man den Zinseszinseffekt berechnen lassen kann.

Eine davon ist

https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Auf dieser Seite kann problemlos das Startkapital, sowie die gewünschte monatliche Sparrate angegeben werden. Je mehr man spart, desto besser ist es natürlich und desto mehr Profit erhält man. Ebenso gilt, dass man genau herausfindet, wie viel Endkapital man zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung hat.

Ebenso gibt es auf der Webseite eine Zinseszinstabelle:

https://www.zinsen-berechnen.de/zinseszinstabelle.php

Auch diese eignet sich, um die Zinseszinsen zu berechnen. Der Vorteil daran ist, dass man mehrere Szenarien eingeben kann. Man gibt beispielsweise die Möglichkeiten einer Rendite von 2%, 3%, 5%, 7% und 10% an und sieht, welch starke Wirkung doch der Zinseszinseffekt hat.

Je höher der durchschnittliche Prozentsatz und je länger die Laufzeit, desto höher wird das Ergebnis.

Wie sagte es einmal der bekannte Investor Warren Buffet mal so schön:

„An der Börse verlieren diejenigen die es eilig haben und es gewinnen die Geduldigen.“

Insbesondere wer vor hat, ein paar Jahre vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter die Arbeit niederzulegen, sollte sich auf dieser Seite mal ein wenig genauer umschauen. Schließlich gilt es, sich schon vorab zu informieren, was einem das Geld gegebenenfalls bringen könnte.

Fazit zu Zinseszinsen berechnen: Die enorme Wirkung des Zinseszinseffektes wird oft unterschätzt

Sparplan-Tabelle

Es ist tatsächlich so. Man unterschätzt die Wirkung des Zinseszinseffektes. Dies hat das Beispiel mit dem Gehalt der Feldarbeiter im Text eindrucksvoll bewiesen. Leider ist es so, dass das menschliche Gehirn nicht gut exponentiell denken kann und viele die enorme Wirkung des Zinseszinseffektes unterschätzen.

Investieren kann also durch den Zinseszins unglaublich effektiv sein und man kann bereits mit geringen Sparraten ein großen Vermögen anhäufen, wenn man denn nur genügend Zeit und Ausdauer dafür mitbringt.

Zinseszinsen berechnen kann wirklich Spaß machen, insbesondere dann, wenn man sieht, wie viel Nutzen das Ganze bringt. Und tatsächlich, man könnte den Effekt wirklich als das achte Weltwunder bezeichnen. Albert Einstein hat dies schließlich nicht umsonst gesagt.

Wer mit dem Investieren beginnen will, muss sich also einfach nur trauen. Als kleine Motivation hilft es dabei vielleicht, einfach mal den Zinseszins zu berechnen und sich daran zu erfreuen, wie viel das heutige Geld morgen Wert sein könnte.

Starte nun einen Sparplan und sichere dir den Zinseszinseffekt:

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