ETF Strategie 2022 – Überblick über Anlagestrategien mit ETFs

Lesedauer 5 Minuten

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sind aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile ideal für Einsteiger. Diese Eigenschaften machen ETFs auch zu perfekten Vehikeln für die eine oder andere ETF Strategie.

ETF Strategie: Grundlegende Anlagestrategien mit ETFs

Strategische Vermögensallokation

ETFs können als Teil der langfristigen strategischen Vermögensallokation eines Anlegers eingesetzt werden. Sie sind einfach zu erwerben, kostengünstig und transparent und bieten ein Engagement in einer Vielzahl von Anlageklassen und -strategien. Daher werden ETFs von Anlegern häufig als langfristige Anlagen (Buy and hold) genutzt. Anleger können ETFs nutzen, um ein diversifiziertes, langfristig ausgerichtetes Portfolio auf sehr kosteneffiziente Weise aufzubauen.

Taktische Vermögensallokation

Unter Vermögensallokation versteht man die Aufteilung eines Portfolios auf verschiedene Anlageklassen. Dazu gehören unter anderen

  • Aktien,
  • Anleihen,
  • Immobilien,
  • Rohstoffe und der
  • Geldmarkt.

Diese ist zum Zweck der Diversifikation mit ETFs im Rahmen einer ETF Strategie leicht umsetzbar. Die niedrige Anlageschwelle für die meisten ETFs macht es Anfängern leicht, je nach Anlagehorizont und Risikotoleranz eine grundlegende Asset-Allocation-Strategie umzusetzen.

So könnten junge Anleger aufgrund ihres langen Anlagehorizonts eine ETF Strategie umsetzen, bei der sie zu 100 % in Aktien investieren. Wenn sie jedoch in ihre 30iger Jahre kommen und sich wichtige Veränderungen im Lebenszyklus ergeben, wie z. B. die Gründung einer Familie und der Kauf eines Hauses, können sie zu einer weniger risikoreichen Anlagestrategie übergehen. Sie könnten beispielsweise zu einer ETF Strategie mit 60 % in Aktien und zu 40 % in Anleihen wechseln. So brächten Sie mehr Sicherheit ins Portfolio.

ETF Strategie: Kern-/Satellitenstrategien

Core-Satellite-Strategien sind Anlagestrategien, bei denen passive „Core“-Investitionen mit aktiven „Satellite“-Investitionsstrategien kombiniert werden.

Im Wesentlichen besteht die Idee hinter Core-Satellite-Strategien darin, das Anlageportfolio in zwei Kategorien aufzuteilen:

  • Core: Dies sollte die Grundlage der Anlagestrategie sein und darauf abzielen, über kostengünstige, diversifizierte Anlageinstrumente Marktrenditen zu erzielen.
  • Satellit: Ziel der Satellitenkomponente ist es, die „Kern“-Bestände zu übertreffen und eine Rendite zu erzielen, die über der Marktrendite liegt.

Eine Core-Satellite-Strategie bietet Anlegern die Möglichkeit, den Markt zu übertreffen. Jedoch zu niedrigeren Gesamtkosten als bei einem vollständig „aktiven“ Ansatz. Da börsengehandelte Fonds kostengünstig und diversifiziert sind, eignen sie sich in der Regel ideal, um ein „Core“-Engagement aufzubauen. Satellitenstrategien können über die Auswahl von Einzeltiteln, aktiv gemanagten Fonds oder ein gezielteres Engagement mit speziellen ETFs erreicht werden.

ETF Strategie

Fortgeschrittene Anlagestrategien mit ETFs

Cash-Reduzierung durch Geldmarktfonds

Da börsengehandelte Fonds hochliquide Handelsinstrumente sind, können sie als kurzfristiger Bargeldersatz verwendet werden. So können institutionelle Anleger, die andernfalls Barguthaben in ihren Fonds halten müssten (z. B. um Rücknahmeanträge zu erfüllen), sogenannte Geldmarktfonds halten.

Solche Geldmarktfonds können auch verwendet werden, um Barmittel zu „parken“, während Entscheidungen über bestimmte Anlagestrategien getroffen werden.

Sektorale Rotation

Spezielle Sektor-ETFs können eingesetzt werden, um bestimmte Sektoren des Marktes überzugewichten“ und so zu versuchen, den breiteren Markt zu übertreffen. Nehmen wir an, ein Anleger hat über den iShares Nasdaq Biotechnology ETF in den Biotechnologiesektor investiert. Ein Anleger möchte möglicherweise Gewinne aus diesem ETF mitnehmen und über den Consumer Staples Select Sector SPDR Fund in einen defensiveren Sektor wie den Basiskonsumgütersektor umschichten.

Diese ETFs ermöglichen es den Anlegern, auf bestimmte Marktsegmente zu setzen. Dabei müssten sie sich nicht mit der zeitintensiven Auswahl einzelner Aktien beschäftigen.

Leerverkäufe

Leerverkäufe sind in der Regel für die meisten Anleger ein ziemlich riskantes Unterfangen. Darunter versteht man den Verkauf eines geliehenen Wertpapiers oder Finanzinstruments. Dieses sollten die meisten Anfänger besser nicht wagen. Solche Leerverkäufe über börsengehandelte Fonds sind jedoch dem Leerverkauf einzelner Aktien vorzuziehen. Denn das Risiko, dass ein stark leerverkauftes Wertpapier oder ein Rohstoff in die Höhe schießt – ist hier geringer. Diese Überlegungen zur Risikominderung sind für einen Anfänger wichtig.

ETF Strategie: Wie baut man ein optimal diversifiziertes Portfolio auf?

Die Portfoliotheorie besagt, dass eine Risikostreuung über verschiedene Anlageklassen bis zu 90 Prozent der Rendite eines Portfolios ausmacht. Nur ca. 10 Prozent der Rendite werden durch die Auswahl von Wertpapieren innerhalb einer Anlageklasse erklärt.

Für den Anfang reicht es m. E. völlig aus, einen Weltaktien-ETF und einen Weltanleihen-ETF miteinander zu kombinieren. Das bedeutet: Wer z. B. 10.000 EUR investieren möchte, braucht keine 5 oder 10 verschiedenen ETFs.

Wie viel Geld sollte man in ETFs investieren?

Man kann auch schon mit wenig Geld Anteile an einem ETF erwerben. So kann man zum Beispiel bei einem ETF-Sparplan auch einen Teil (Bruchstück) eines ETFs kaufen und vom potenziellen Wachstum profitieren.

Wer sich etwas Geld für Investments hinzuverdienen möchte, für den könnten die Bonus-Angebote der Online-Glücksspiel-Plattformen interessant sein. Viele Webseiten bieten neuen Kunden einen Bonus von 25 Freispiele ohne Einzahlung. Diese Freispiele kannst du an Spieleautomaten einsetzen, ohne eigene finanzielle Mittel zu riskieren.  Hierbei hast du Chancen echtes Geld zu gewinnen, das du dir bequem auf dein Bankkonto oder E-Wallet auszahlen lassen kannst. Dieses könntest du dann u. a. für deine Investitionen in ETFs verwenden.

ETF Strategie: Welche ETFs gehören ins Depot?

Das hängt natürlich stark von der jeweils präferierten ETF Strategie ab, aber für den Anfang macht man mit der folgenden Strategie nichts verkehrt. Dabei muss man nur noch festlegen, wie hoch der Anteil an Aktien und Anleihen jeweils sein soll:

1. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating (WKN A2PKXG)

Der FTSE All-World Index bietet Zugang zu Aktien aus Industrie- und Schwellenländern weltweit.

Die Dividendenerträge im Fonds werden wieder angelegt (thesauriert). Der FTSE All-World ermöglicht ein breit gestreutes und kostengünstiges Investment in etwa 4.130 verschiedene Aktien.

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,22% pro Jahr. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds durch eine Auswahl der Indexbestandteile nachgebildet (Sampling Verfahren). Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating ist ein sehr großer ETF mit 4.537 Mio. Euro Fondsvolumen. Der ETF ist älter als 1 Jahr und in Irland aufgelegt. Es gibt ihn auch in einer ausschüttenden Variante.

Aktuell gibt es 12 verschiedene ETF Sparplan-Angebote bei Online Brokern für den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating.

2. iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist) (WKN A0RGEQ)

Der Bloomberg Global Aggregate Bond Index bietet Zugang zu Anleihen aus Industrie- und Schwellenländern auf der ganzen Welt. Der ETF deckt das gesamte Restlaufzeit-Spektrum ab. Die Anleihen haben ein Investment Grade Rating.

Die Zinserträge (Kupons) im Fonds werden an die Anleger halbjährlich ausgeschüttet. Der Bloomberg Global Aggregate Bond ermöglicht ein breit gestreutes und kostengünstiges Investment in ca. 21.380 Anleihen.

Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,10% p.a.. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds ebenfalls durch das Sampling Verfahren nachgebildet. Der iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist) ist ein großer ETF mit 652 Mio. Euro Fondsvolumen. Der ETF ist älter als 3 Jahre und in Irland aufgelegt.

Derzeit gibt es 9 verschiedene ETF Sparplan-Angebote bei Online Brokern für den iShares Core Global Aggregate Bond UCITS ETF USD (Dist).

Zu diesen beiden Core ETFs könnten jetzt noch ausgewählte Einzelaktien, aktiv gemanagte Fonds oder spezielle ETFs ausgewählt werden, von denen du glaubst, dass sie den Markt schlagen können. Kann man machen, muss man aber nicht.

Die ETF Strategie mit zwei Core ETFs funktioniert auch ohne Satelliten.

Fazit: Fast jede ETF Strategie ist leicht umzusetzen

Börsengehandelte Fonds haben viele Eigenschaften, die sie zu idealen Instrumenten nicht nur für Anfänger beim Investieren machen.

Bei dem Riesenangebot an ETFs sind viele Anlagestrategien möglich. Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

ETFs sind liquide, kostengünstig und transparent und können als Bausteine für jede ETF Strategie verwendet werden. So können Chancen in jedem Markt, jeder Region oder jedem Sektor genutzt werden.

Hier findest du eine Übersicht über die Anbieter von ETF-Sparplänen:

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