Mit nur einem Fonds das Risiko breit streuen

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Bei der Geldanlage sollte man das Risiko breit streuen. Daher lautet eine Börsenweisheit: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“ Das ist für Privatanleger mit einem beschränkten Budget bei Einzelaktien nur schwer umzusetzen, doch mit ETFs recht einfach zu erreichen.

[lwptoc]

Mit einem ETF auf den MSCI World Index das Risiko breit streuen

Das Risiko breit streuen

Eine recht breite Risikostreuung, in der Fachsprache auch Diversifikation genannt, kann man bei ETFs mit nur einem einzigen Fonds erreichen: Zum Beispiel einem ETF, der den Index MSCI World nachbildet.

Ein solcher Fonds investiert in über 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern.

Solch eine breite Risikostreuung kann man als Kleinanleger nicht erreichen, wenn man in einzelne Aktien investiert.

Doch wenn du eine Einmalanlage tätigen oder regelmäßig in einen Fondssparplan einzahlst, kannst du mit einem ETF, der den MSCI World Index nachbildet, breit diversifizieren.

Dieses Vorgehen empfiehlt auch Karin Baur von der  Zeitschrift „Finanztest“ oder auch Manuel Kayl vom Verbraucherportal „Finanztip“.

Die Renditechance mit einem ETF auf den MSCI Emerging Markets erhöhen

Wer zusätzlich diversifizieren möchte und seine Aussichten auf eine ordentliche Rendite noch verbessern möchte, kann zusätzlich in einen ETF auf den Index MSCI Emerging Markets investieren.

Dort sind noch einmal über 1.400 Unternehmen aus 26 Schwellenländern enthalten, an deren Entwicklung man als Anleger teilnimmt.

Die Rendite kann sich sehen lassen

Risiko breit streuen

Die Rendite des MSCI World Index kann sich auf jeden Fall sehen lassen:

Von 1975 bis Ende 2018 hat der MSCI World Netto auf Eurobasis (bis Ende 1998 D-Mark) im Durchschnitt eine jährliche Rendite von 8,7 Prozent erzielt.

Der MSCI World Index ist besonders gut für Einsteiger und Anleger geeignet, die langfristig ein Vermögen aufbauen möchten oder eine Altersvorsorge suchen.

Und der MSCI Emerging Markets Index hat seit dem Jahr 2000 (29. Dezember 2000) eine jährliche Rendite von 8,48 Prozent (Stand: 28. Februar 2020) hingelegt (Quelle: Factsheet MSCI)

Das Währungsrisiko bei internationalen Fonds

Das Risiko breit streuen auch bei Fremdwährungen

International anlegende Fonds, die den MSCI World Index nachbilden oder den MSCI Emerging Markets Index, rechnen in der Regel in US-Dollar ab und so entsteht ein Währungsrisiko, da sich der Wechselkurs vom US-Dollar zum Euro und umgekehrt im Zeitablauf verändern kann.

Vom Wechselkurseffekt sollten sich Anleger daher nicht allzu sehr beunruhigen lassen.

Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt:

In der Regel fallen solche Wechselkurserscheinungen über längere Zeiträume nicht so stark ins Gewicht.

Im Vergleich zu Einzelwerten kannst du also mit ETFs breit und weltweit gestreut anlegen.

Dazu reicht letztlich ein einzelner Fonds, der den MSCI World Index nachbildet.

Mit einem zweiten ETF, der den MSCI Emerging Markets Index nachbildet, kannst du dein Investment zusätzlich diversifizieren und in die größten Unternehmen der Schwellenländer investieren.

So kann man bereits ab 25 EUR bzw. 50 Euro monatlich, die man in einen ETF-Sparplan einzahlt, mit einer breiten Risikostreuung Vermögen bilden.

Fazit: Das Risiko breit streuen mit nur einem ETF

Risiko breit streuen

Mit ETFs ist es ziemlich einfach, das Risiko breit zu streuen.

Das geht nämlich schon mit nur einem ETF auf den MSCI World Index, der über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern enthält.

Einen solchen ETF kann man u. a. bei Trade Republic bereits ab 25 EUR pro Monat regelmäßig besparen.

Und das bei voller Flexibilität und niedrigen Kosten.

Was will man mehr als Privatanleger?

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2 Gedanken zu „Mit nur einem Fonds das Risiko breit streuen“

  1. Passive Geldanlage ist wirklich simpel: Wenn man jung ist den MSCI World besparen und im älteren Jahrgang langsam auf Anleihen-ETFs umschichten. Ich persönlich finde es noch einfacherer mit dem „Vanguard FTSE All-World UCITS ETF Distributing“

    So habe ich zu 10 % die Emerging Markets noch drin und bezahle weniger, als wenn ich zwei ETFS besparen müsste – die Gesamtkostenquote liegt nur bei 0,22 %. Zusätzlich schlägt der Fonds manchmal seinen Index, was die Kosten nochmal drückt. Zuletzt ist er billiger als die MSCI All World Country – ETFs. Also wieder ein Pluspunkt.

    Danke für den schönen Artikel, wie simpel Geldanlage doch eigentlich ist!

    Gruß,

    Robin

    Antworten
    • Hallo Robin,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Doch ich bin eher ein Freund von zwei ETFs:

      Einen auf den MSCI World Index und einen auf den MSCI Emerging Markets IMI Index.

      Der Grund:

      Ich möchte einen höheren Anteil an Schwellenländern in meinem Portfolio haben als nur die 10 Prozent, die im MSCI All Country World Index bzw. im FTSE All World UCITS ETF Distributing von Vanguard.

      Außerdem sind im MSCI Emerging Markets IMI Index auch kleine und mittlere Unternehmen enthalten.

      Aber da hat jeder seine eigenen Vorlieben. 🙂

      Herzliche Grüße

      Jürgen

      Antworten

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